Große Aufgaben für den kleinen M7 Coprozessor im iPhone 5S

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: iPhoneTAGS:  , , , ,

Im iPhone 5S gibt erstmals nicht nur ein einziger Prozessor die Taktrate an, sondern in dem kleinen M7 Chip findet sich auch ein neuer Coprozessor in Apples Smartphone-Flagschiff. Der M7 Chip dient dabei vornehmlich dazu, Bewegungsdaten zu sammeln und fungiert so als stromsparende Alternative für Funktionen wie das Gyroskop und den Kompass. Diese müssen nun nicht ständig auf den Hauptprozessor zugreifen und sparen durch den Coprozessor einiges an Akkuleistung ein.

Mit der neuen Nike+ Fitness App kommt nun erstmals eine App auf den Markt, die spezifisch für das iPhone 5S designt ist und den M7-Prozessor voll nutzt.

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Nike+ und iPhone 5S als Fitnessstudio für die Hosentasche

Der Sportartikelgigant aus Portland und Apple teilen bereits eine längere Zusammenarbeit. Schon mit dem ersten iPhone brachte Nike eine damals noch für Apple-Geräte exklusive App auf den Markt, die zusammen mit einem Schrittzähler Bewegungen aufzeichnete und in Kalorientabellen und Leistunsgübersichten Trainingsdaten erstellte.

Mit Nike+ Move ist Nike nun sogar noch einen Schritt weiter gegangen und bietet viele Exklusivfunktionen an, die ausschließlich mit dem iPhone 5S genutzt werden können. So spricht die Nike Fuel-Funktion den M7-Coprozessor des iPhone 5S an – dieser sammelt über den ganzen Tag verteilt Bewegungsdaten und kann somit bei jeder sportlichen Aktivität die Bewegungen des Smartphone-Besitzers nachvollziehen.

Nike+ Move errechnet dabei aus den gesammelten Daten einen Aktivitätsfaktor und bietet visuelle Aufbereitungen für Bewegungszeiten, Geschwindigkeiten und Intensität. Diese werden schließlich in Nike Fuel-Punkte umgewandelt. Ein leicht verständliches System von roten und grünen Ringen zeigt den Nutzern ganz einfach, ob sie sich mehr bewegen sollten. Über das Game Center oder einen Vergleich mit Nike+ Usern in der Umgebung kann man sich außerdem einen Vergleich seiner Aktivitäten anzeigen lassen.

Durch den M7-Chip werden Daten wie Geschwindigkeit (durch den eingebauten Beschleunigungssensor) stromsparend den ganzen Tag über im Hintergrund gesammelt und direkt aufgearbeitet. Wer ein Nike Fuel Band und ein iPhone 5S besitzt, kann von nun an also den Armreif zuhause lassen.

Ansonsten bietet Nike+ Move eher eine Vorschau darauf, was Fitness Apps durch den M7-Chip in Zukunft alles leisten können, für die meisten Anwender sind die leicht quantifizierbaren Daten und Grafiken wohl etwas zu amerikanisch geraten und eignen sich eher für Einsteiger als für Hobby-Sportler.

Apple plant viel Bewegung für das iPhone 5S

Die große Stunde des M7-Coprozessors wird allerdings erst in 2014 kommen. Wenn Apples Kartendienst auch noch um den öffentlichen Nahverkehr erweitert wird, kann der M7 seine ganze Wirkung entfalten. So erkennt der Beschleunigungsmesser, ob der Nutzer gerade zu Fuß unterwegs ist, oder sich in einem Fahrzeug befindet – die Kartenansicht passt sich entsprechend an.

Durch die Bewegungsdaten wird das iPhone nicht etwa versuchen, sich in WLAN-Netzwerke in der Nähe eines fahrenden Autos einzuwählen und spart so Akkuleistung ein. Ein ebenfalls neues Feature soll die erweiterte Navigation in Innenräumen sein.

So könnte sich das iPhone 5S merken, wo man sein Auto im Parkhaus abgestellt hat. Die Navigation in Innenräumen und der öffentliche Nahverkehr gehören laut Apple bereits jetzt zu den größten noch kommenden Updates in Apple Maps. Bis es soweit ist, wird Apple Maps aber vermutlich schon auf iOS 8 laufen.

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