Die Kamera im iPhone 5S im Check

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: iPhoneTAGS:  , , , ,

Lange wurde gemunkelt, wie viele Megapixel die Kamera im iPhone 5S denn nun haben werde, es wurde um 12 oder 13 MP spekuliert, doch letztlich überraschte Apple mit 8 Megapixeln, also derselben Auflösung wie der Kamera des Vorgängers oder des iPhone 5C. Dass sich die Kamera dennoch verbessert hat, liegt an einigen neuen, teils einzigartigen Features und vor allem auch an dem Aufbau der Kamera selbst.

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Neue Kamera im iPhone 5S verbessert Funktionen und Strukur

Apple musste einigen Spott von Nokia (frisch aufgekauft von Microsoft) über sich ergehen lassen. Schon während der Präsentation twitterte Nokia, dass ihre Lumia-Modelle doch eine Auflösung von bis zu 41 Megapixeln haben. Krone des Hohns war allerdings ein Youtube-Video, für das man sich später offiziell entschuldigte und es vom firmeneigenen Kanal nahm – Microsoft hatte es hier mit der Parodie etwas übertrieben, einer der Akteure sah dem verstorbenen Steve Jobs nicht unähnlich.

Dass die Telefone von Nokia dennoch mehr Megapixel haben, ist ein Fakt. Für das iPhone 5S bedeutet dies jedoch nicht weniger Bildqualität. 8 Megapixel (3.264 x 2.448 Bildpunkte) scheinen im Vergleich zwar nicht besonders viel zu sein, viel entscheidender als die Anzahl der Megapixel ist jedoch die Sensorgröße. Auch die High-End-Spiegelreflexkameras von Canon (um 21 Megapixel) und Nikon (bis 34 Megapixel) haben eine niedrigere Auflösung als die Lumia-Handys, jedoch einen größeren Sensor. Der ist viel entscheidender für das Bild und den hat Apple im iPhone 5S auch vergrößert.

Ganze 15 Prozent mehr misst der Sensor nun, die Pixel messen jeweils 1,5 Mikrons. Dadurch verbessert sich nicht nur die Abbildungsqualität des Objektivs, sondern auch Effekte wie flache Schärfentiefe werden verbessert. Auch mechanisch erhielt das iPhone 5S eine neue Optik. Mit einer maximalen Blendenöffnung von 2,2 ist das Objektiv nun sehr lichtstark und kann im Zusammenspiel mit dem größeren Sensor auch bei schlechten Lichtverhältnissen für leuchtende Bilder sorgen. Im Vergleich zum iPhone 5 ist die Kamera nun um 33 Prozent lichtempfindlicher.

Ebenfalls neu ist das Blitzsystem, das aus zwei LED-Blitzen besteht: Ein weißer Blitz für Tageslicht und ein gelblicher Blitz für Innenräume und deren Wolfram-Licht. Das iPhone analysiert die Lichttemperatur der Umgebung und passt beide Blitze in bis zu 1.000 Kombinationen in Lichtstärke an, um auch aufgeblitzte Bilder möglichst natürlich wirken zu lassen.

Zu den neuen Features der Kamera gehören ein Burst Mode, der wirklich einige Neuerungen verspricht. So nimmt das iPhone 5S auf Knopfdruck 10 Bilder, analysiert diese in Echtzeit und schlägt die Besten zur Auswahl vor. Auf Gruppenfotos sucht sich das iPhone etwa Bilder, auf denen alle die Augen öffnen und in die Kamera schauen.

Bei Außenaufnahmen sorgt eine dynamische Belichtung für korrekte Abbildung von hellen Bereichen (wie dem Himmel) und Schatten – so haben die Bilder stets eine hohe Dynamic Range.

Neue Film-Features im iPhone 5S

Besonders für Hobby-Filmer praktisch: Das iPhone 5S enthält nun einen automatischen Bildstabilisator, der das Wackeln der Hände deutlich reduziert. So gelingen auch Aufnahmen aus freier Hand deutlich besser, auch Verwackler bei Fotos sind nun deutlich seltener. Außerdem kann nun auch während des Filmens live in die Bilder gezoomt werden.

In 720p Auflösung (entspricht HD TV) kann sogar in Zeitlupe mit 120 Frames pro Sekunde gefilmt werden, das entspricht etwa einer 4-fachen Zeitlupe – in Europa aufgrund der PAL-Norm mit 25 (statt wie in den USA etwa 30) Frames sogar etwas mehr.

Auch die Facetime-Kamera vorne im iPhone 5S hat einen größeren Sensor bekommen und damit die Bildqualität noch einmal deutlich verbessert.

Insgesamt ist die Kamera im iPhone 5S ein deutlicher Sprung nach vorne und bietet mehr Features als nur eine höhere Zahl an Megapixeln.

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