iPhone 5 – Zwischen Smartphone und Laserschwert
Man könnte meinen, wenn demnächst einmal der Release des hoch antizipierten iPhone 5 ansteht, dass sich inzwischen auch die Informationen zum neuen Lieblingsgadget der Apple-Gemeinde konkretisieren würden. Aber auf einen glücklichen Zufall wie den vergessenen Prototypen des iPhone 4 (oder handelte es sich gar nur um eine Promo-Aktion?) kann man in diesem Jahr wohl nicht mehr hoffen. Und selbst ein Releasedatum ist noch nicht bekannt.
Das heizt natürlich die Gerüchteküche nur umso mehr an. Von aufgekauften Patenten bis hin zu Großbestellungen gibt jeder noch so kleine Fakt Anlass für eine Idee, die im Internet fix die Runde macht. Dabei gibt es zum iPhone 5 bereits einige Infos, die als durchaus wahrscheinlich gelten, während auch Gerüchte die Runde machen, die eher aus einem Science-Fiction-Film zu stammen scheinen. Worauf es dann letztendlich wirklich hinaus läuft, ist bei Apple natürlich schwer zu sagen, denn bis zur Enthüllung des iPhone 5 wird sich wohl auch Tim Cook nicht in die Karten schauen lassen.
Sicher, aber nicht ganz sicher
Aufgrund einiger Bestellungen für größere Gehäuseteile (und das in großen Mengen), gilt es in Fachkreisen als sicher, dass das iPhone 5 über ein größeres Display verfügen wird und vermutlich auch etwas flacher wird als sein Vorgänger. Durch das Retina-Display könnten dazu Auflösungen in HDTV-Qualität (1280×720 Bildpunkte) möglich werden – und das auf einem 4-Zoll-Display. Zudem wäre ein wichtiges Verkaufsargument für Samsungs Galaxy-Serie, der größere Bildschirm, damit ausgehebelt.
Auch im Herz des iPhones wird sich wohl einiges tun, denn diesmal wird wohl ein Vierkern-Prozessor den Takt angeben – da bereits andere Hersteller auf Vierkern-Chips setzen, wäre dies kein überraschender Schachzug. Ein weiterer Punkt, der als fast sicher gilt, ist der NFC-Chip, den Apple wohl integrieren wird. Damit wird das iPhone zur digitalen Brieftasche (ähnlich wie Google Wallet auf Android). Dies gilt vor allem deswegen als sicher, weil in iOS 6 mit Passbook eigentlich bereits eine passende App integriert ist, die zum digitalen Bezahlen nur noch den NFC-Chip benötigt.
Aus der Vorschau von iOS 6 lässt sich wohl auch entnehmen, dass das iPhone 5 verstärkt mit der Cloud zusammenarbeiten wird um beim Einsatz von mehreren Apple-Produkten einen noch nahtloseren Workflow zu gewährleisten.
Aus dem Land der Mythen und Märchen
So weit zu den gesicherten, verbürgten oder zumindest glaubwürdigen Gerüchten. Im Netz werden derweil auch andere mögliche Features des iPhone 5 diskutiert.
iPhone 5 mit 3D Display und Kamera?
Bereits seit einiger Zeit macht das Gerücht die Runde, das iPhone 5 verfüge über 3D-Technologie in der ein oder anderen Form. Das mag zunächst etwas absurd klingen, wäre in der Praxis aber vorstellbar. Denn für dreidimensionale Fotos wären lediglich ein zweites Objektiv und ein zweiter Bildsensor vonnöten. Die hätten in einem größeren Gehäuse durchaus Platz, zumindest auf der Rückseite. Auch ein dreidimensionales Display ist durchaus vorstellbar. Weil beim Retina-Display die Leiter und Pixel auf unterschiedlichen Layern liegen, braucht das Display weniger Platz in der Höhe, womit zwei Bilder sich überlagern könnten. Und auf kleinen Bildschirmen benötigt das menschliche Auge für eine dreidimensionale Wahrnehmung keine Brille. Rein theoretisch (würde Apple den 3D-Pfad konsequent verfolgen) wäre mit FaceTime in 3D ein völlig neues Erlebnis der Telefonie möglich.
iPhone 5 aus Liquidmetall und formbaren Display?
Ein weiterer heiß diskutierter Punkt ist das Liquidmetall, für das Apple gerade die Lizenz mit der Herstellerfirma bis 2014 verlängert hat. Prinzipiell ist das nur eine besonders widerstandsfähige Legierung, die aus Zirkonium, Kupfer, Nickel und Titan besteht, doch der Clou an der Sache ist: Liquidmetall lässt sich formen. In etwa so wie der T1000 bei “Terminator 2″.
Zusammen mit einem biegsamen Display könnte man sich das iPhone 5 also als Armband ums Handgelenk schnallen. Im Internet kursieren bereits einige Entwürfe, denen aber noch die für Apple typische Eleganz fehlt. Trotzdem hat der Gedanke etwas, sich das iPhone einfach an die Hand zu binden. Zumal man geschickt auf die Google-Brille “Google-Glasses” antworten würde.
Vorhang, öffne dich!
Wie das iPhone 5 aber letztlich genau aussehen wird, bleibt im Moment noch Spekulation. Dass Apple vermutlich die inzwischen gesammelten Erwartungen kaum noch erfüllen kann, wenn das iPhone 5 nicht mindestens über Hologramm-Technologie und HAL 3000 verfügt, wird sicher weder Fachwelt noch Kundschaft davon abhalten, beim Release zu jubilieren. Denn für einige Überraschungen ist der kalifornische Computergigant immer gut.
Und auch wenn das Flüssigmetalldisplay noch wie Zukunftsmusik klingen mag, Apple kaufte die Rechte an Siri auch bereits, bevor die Sprachassistentin integriert wurde. Man weiß also nie, was im iPhone 6 noch so kommen mag. Aber das wäre nun wirklich Raum für wilde Spekulationen.
