iPad Air auf der Werkbank: Was steckt wirklich drin

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: iPadTAGS:  , , , ,

Das iPad Air ist Apples neues Tablet, das von der Presse durch die Bank weg gute Reviews erhält. Besonders das Handling des neuen iPad wird immer wieder hervor gehoben, die schlanke neue Form und das geringe Gewicht.

Stern.de nahm das Tablet aus dem Hause Apple aber einmal genauer unter die Lupe und zeigte die Teile, die normalerweise erst ans Tageslicht treten, wenn das iPad Air in tausend Teile bricht. Durchaus interessant ist vor allem eine preisliche Aufstellung des Innenlebens.

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iPad Air – Die Summe seiner Teile

Der wichtigste Teil des iPad Air ist das Retina Display. Mit 9,7 Zoll, die einen Großteil der Front des Geräts einnehmen ist das 90 Dollar teure Display ebenso präsent wie der zugrunde liegende Touchscreen für 43 Dollar. Hiermit sind die Kosten im Vergleich zum Vorgängergerät leicht gestiegen, ein echtes Schnäppchen ist dagegen der A7-Chip. Apples Mobilprozessor im 64-bit-System kostet lediglich 18 Dollar und ist damit noch einmal 5 Euro günstiger als etwa der A5-Chip aus dem ersten iPad mini. Ebenfalls im Materialpreis gefallen ist der einheitliche Wireless-Adapter. Da dieser nun sämtliche Mobilfunkanbieter unterstützt, kann Apple erstmals bei einem iPad durch einheitliche Fertigung etwas Geld einsparen.

Im Vergleich zum Vorvorgänger, dem iPad 3, kostet das iPad Air im Schnitt über 40 Dollar weniger an reinem Material – was natürlich nicht heißt, dass Apple an der  Hochwertigkeit der Bestandteile spart. Im Gegenteil: Mit dem Retina Display und dem 64-bit-Prozessor setzt Apple beim iPad Air Maßstäbe. Geld kann Apple bei der Fertigung vor allem auch deswegen einsparen, weil beim iPad Air recht viel Technik identisch mit den Bausätzen aus dem iPhone 5S ist. Das betrifft sowohl den A7-Chip, aber auch den M7-Coprozessor.

Neu im iPad Air – und verantwortlich für die lange Akkulaufzeit – sind die neuen Bildschirm LEDs. Der Bildschirm wird nun von nur noch 36 LED-Zellen beleuchtet, im Vorgänger waren es noch 84. Da die neuen LEDs aber deutlich heller sind, geht dennoch kein Detail auf dem iPad Air verloren.

Auch die Schale des iPad Air gehört nach wie vor zu den besten Hüllen eines Tablets auf dem Markt. Das Aluminium fühlt sich griffig und gleichzeitig edel an, der kleinere Bügel und der gerundetere Rahmen sorgen zudem dafür, dass das iPad Air mit seinen nicht einmal 500 Gramm besser in der Hand liegt.

Apple verdient mehr am iPad Air

Insgesamt kostet das günstigste iPad Air an reinen Materialkosten 269 Dollar (16GB, nur Wi-Fi, 499 Dollar im Apple Store), die teuerste Variante verschlingt 355 Dollar Materialkosten (128 GB, mobilfunkfähig, 929 Dollar im Apple Store). Besonders bei den höherklassigen Modellen kann Apple also deutlich höhere Margen verzeichnen, die Arbeitskosten dürften sich bei der Fertigung schließlich in Grenzen halten. Nicht einberechnet sind Kosten für Forschung und Entwicklung oder aber Marketing und Werbung – die Werbeausgaben liegen aber zum Beispiel bei Samsung noch einmal deutlich höher.

Auch Lizenzgebühren für die genutzten Technologien dritter Konzerne sind in der Hochrechnung nicht erhalten, besonders beim niedrigsten iPad Air Modell liegt die Marge also faktisch niedriger und unter dem recht hohen Schnitt von Apple. Dennoch verdient Apple an jedem verkauften iPad Air mehr als an den Vorgängern. Und so sind die Margen beim iPad Air zwar so hoch, dass ein Großteil der Tabletkonkurrenz nur davon träumen kann, doch mit Turnschuhen kann Apple sich noch lange nicht messen…

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