Der neue iMac: Wann er kommt, was er kann
Dieser Tage könnte man meinen, Apple bestünde nur noch aus dem iPhone 5 und dass der gesamte Hardwaresektor sich auf den Smartphonemarkt konzentriere. Immerhin ist das iPhone 5 jetzt so gut wie verkaufsfertig, womit die täglichen Meldungen endlich entfallen und sich der geneigte Apple-Jünger wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren kann: Den Computer. Und nachdem Apple in diesem Jahr bereits das MacBook Pro generalüberholte, ist als nächstes der iMac an der Reihe. Es bleibt nur noch die Frage, wann damit zu rechnen ist und was genau der neue iMac dann tatsächlich bietet.
Der neue iMac: Flacher, schneller, besser
Eine Sache soll der neue iMac ziemlich sicher aber mit dem iPhone 5 gemeinsam haben: Er soll flacher, schneller und besser sein, aber keine Revolution der ganzen Sparte.
So gab es bereits vor der letzten Pressekonferenz das Gerücht, es seien massenhaft iMacs in alle Welt verschifft worden, die auf einen Verkaufsstart warteten. Inzwischen verdichten sich auch einige Gerüchte zum Gerät selber. So sollen die Displays des neuen iMac zwar über eine (wohl deutlich) höhere Auflösung verfügen, von einem Retina Display ist aber laut einiger Berichte nicht die Rede. Dafür gibt es bei den Anschlüssen einige überfällige Neuerungen wie USB 3.0 und vermutlich auch HDMI. Die interne Festplatte wird wie beim neuen MacBook Pro einen großen Solid State Speicher bieten. Die SSDs sind insbesondere bei Programmstarts ein Quantensprung im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten.
Auch das Herz des iMacs wird ausgetauscht, so dass künftig Intels neue Generation von Ivy Bridge Prozessoren den Takt angeben wird. Auch das Design soll überarbeitet werden und flacher und schlanker werden, was vermutlich einher geht mit dem Verlust des internen DVD-Laufwerks.

Der neue iMac von Apple, ab November 2012. Quelle: Apple
Abschied vom iMac Pro?
Einige Apple-Nutzer beklagen schon lange, dass Apple sich wohl schrittweise vom Profi-Segment verabschiedet. Bei Programmen wie Final Cut Pro gab es einen großen Aufschrei, da Apple beschloss mit der Version FCP X einen völlig neuen Workflow zu integrieren, der das Programm auch für eine neue Käuferschicht erschloss, aber gleichzeitig einige alte Zöpfe abschnitt.
Und da Apple in den letzten Jahren einige Produktionsprozesse vereinfachte (das weiße und schwarze MacBook verschwanden vom Markt und erhielten den gleichen Aluminium-Monobody wie das MacBook Pro, könnte als nächstes der Mac Pro vom Mark verschwinden. Die Chancen dafür bestehen durchaus, schließlich hat Apple gezeigt, dass sie mit dem MacBook Pro mit Retina Display eine fantastische Rechenleistung in ein kleines Gehäuse pressen können. Und da sich laut einigen Gerüchten die Auslieferung des hochgerüsteten 27-Zoll-iMacs wohl noch etwas hinaus zögern soll, könnte es durchaus sein, dass der große iMac dann die Pro-Sparte übernimmt und die Mac Pro-Tower zu den Auslaufmodellen gehören.
Das dürfte professionelle Cutter und 3D-Engineers vor allem treffen, weil bei rechenaufwendigen Programmen jedes bisschen Leistung gebraucht wird und es schade wäre, die Aufrüstbarkeit des Towers ganz aufzufgeben – zumal Nvidia mit der Quadro 5000 erst kürzlich eine Grafikkarte für den Mac Pro präsentierte, die auch älteren Modellen einen ordentlichen Schub gibt.
Die Zeit wird es zeigen
Was genau Apple vorhat, wird aber wohl erst die Zeit zeigen. Und bereits im Oktober könnte es soweit sein, denn dann soll das iPad Mini vorgestellt werden und vielleicht enthüllt Apple dann ja auch eine neue Generation der Desktop Computer.

Kommentare (4)
Momentan herrscht Stille in der Entwicklung von neuer Hardware und neuen Komponenten, weshalb sich leistungstechnisch wohl nicht viel ändern wird. Deshalb wird auch am Aussehen gefeilt und nicht an der Leistung.
Der Einsatz einer SSD Disc ist aber vollkommen in Ordnung. Bin selbst mit meinem Notebook auf SSD umgestiegen und muss sagen, dass es ein enormer Geschwindigkeitsbooster ist.
LG
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Clemens P.
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Dieses immer dünner werden der Computer geht mir so langsam auf die Nerven. Es macht für mich keinen unterschied, ob ein iMac der auf meinem Schreibtisch steht nun 10 oder nur 5 cm breit ist! Es macht aber einen unterschied für mich, ob ich einen iMac selbst aufrüsten kann (was bei immer platzsparender Bauweise schwerer wird) und ob er alle wichtigen Teile (Grafikkarte, Ram, …) nur onboard hat. Denn zwischen einer richtigen Grafikkarte und einem Grafikchip sind bei Leistung und Preis immernoch sehr große Unterschiede.Ich muss ehrlich sagen Apple gefällt mir von Jahr zu Jahr immer weniger.
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Jan H
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…tja, ich denke mit einer zunehmenden Anzahl von Apple Usern, wird es auch für Apple immer schwerer die Bedürfnisse des Einzelnen abzudecken. Mit ihren Betriebssystemen verhält es sich ja ähnlich: Es kommen immer mehr Features hinzu, die das System unnötig auffüllen, aber die Basis wird vernachlässigt.
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Beni
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ich arbeite schon seit 20 Jahren mit Mac. Langsam denke ich an ein Abschied. Imac ist schön aber Bildschirm eine Katastrofe für die Augen, Profibereich kaum tauglich. OS wird immer mehr mit Spielereien zugepapt, die nur Leistung fressen. Liebe Apple, lange werde ich nicht mehr mitmachen.
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Robert
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