Der neue Mac Pro
Apple hat auf der Entwicklerkonferenz in San Francisco sein neues Produktportfolio vorgestellt, zu dem neben dem MacBook Pro auch der Mac Pro gehört. Das neue System wird in drei Ausführungen angeboten werden und auch in einer Version für Server angeboten werden. Der folgende Artikel zeigt die Neuerungen und die möglichen Konfigurationen.

Das zeichnet den neuen Mac Pro aus
Apple wirbt damit, dass es sich bei dem neuen Mac Pro um den schnellten Mac handelt, den das Unternehmen bisher angeboten hat. Unterstrichen wird diese Aussage mit der hochwertigen Serverkonfiguration des Geräts, bei der bis zu 12 CPU-Kerne eingesetzt werden. Doch auch hinsichtlich der Grafikeinheit und der Systemfestplatte hat sich einiges getan, so dass sich der Umstieg auf ein neues Modell auch für Besitzer des alten Macs lohnen könnte.
Diese Konfigurationen stehen zur Verfügung
Wie in der Vergangenheit auch steht der Mac Pro in unterschiedlichen Konfigurationen zur Verfügung, so dass jeder Anwender das passende Leistungsprofil für sich auswählen kann. Für Einsteier etwa bietet Apple eine Ausführung mit einer mit 3,2 GHz getakteten Quad-Core-CPU an, das System verfügt über 6 GB RAM und die Festplatte ist mit 1 TByte Kapazität ausgestattet. Der Preis für dieses Einsteiermodell wird bei etwa 2.499 US-Dollar liegen. Zum Einsatz kommt bei diesem Gerät als Grafikeinheit eine HD 5770 von AMD, deren Chip auch aus dem PC-Bereich bekannt ist und eine hohe Rechengeschwindigkeit bei 3D-Anwendungen verspricht. Wer es schneller haben möchte, der entscheidet sich für die sogenannte Dual-Sockel-Plattform, bei der sogar zwei Prozessoren eingesetzt werden mit jeweils 6 Kernen und einer Taktung von 2,4 GHz. Bei diesem Modell wird zudem der Arbeitsspeicher verdoppelt, um für die höhere CPU-Leistung angemessen zu sein. Der Preis beginnt bei 3.799 US-Dollar. Schließlich steht neben diesen beiden Modellen auch noch eine Server-Version zur Verfügung, deren Preis bei 2.999 US-Dollar beginnt. Das Server-Modell zeichnet sich dadurch aus, dass hier sogar 12-Kerne ihre Rechenarbeit leisten und damit in stressigen Serverumgebungen eingesetzt werden können, wobei die Taktung dann bei 3,06 GHz liegt. Apple wirbt zudem mit der Eigenschaft der von Intel eingesetzten Xeon Prozessoren, dass diese Hyperthreading ermöglichen und damit bis zu 24 virtuelle Prozessorkerne darstellen können. Möglich wird das, da zwei Threads pro Prozessor gleichzeitig verarbeitet werden können. Apple gibt an, dass die neuen Macs etwa um den Faktor 1,3+ schneller sein sollen als die Vorgängerversionen, womit ein Umstieg auf die neuen Modelle gerechtfertigt erscheint. Interessant ist zudem der Einsatz moderner SSD-Festplatten, die nur noch minimale Zugriffszeiten aufweisen.
Wenige Neuerungen bei den Anschlüssen
Bedacht werden muss jedoch, dass der neue Mac Pro letztlich auf der Plattform seines Vorgängers basiert, was sich insbesondere hinsichtlich der Anschlüsse bemerkbar macht. So fehlt diesem Gerät ein neuer USB 3.0-Port, mit dem Peripheriegeräte eine deutlich höhere Übertragungsrate hätten erreichen können. Beim neuen MacBook Pro ist eine solche Schnittstelle vorhanden. Auch müssen die Anwender auf einen Thunderbolt-Anschluss verzichten. Sollen an den Tower Massenspeichergeräte angeschlossen werden, ist eine Datenübertragung von maximal 3 GBit/s möglich. Sollte dieser Transferrate nicht ausreichen, kann optional eine Fibre-Channel-Karte erworben werden, mit der zwei weitere Ports zur Verfügung stehen mit einer Übertragungsrate von 4 GB/s.
