Der Jahresrückblick: Erfolge und Pleiten von Apple 2012

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: Apple, iPad, iPhoneTAGS:  , , ,

Das Jahr 2012 war für Apple vor allem durch den Tod von Steve Jobs bestimmt. Unter dem neuen CEO Tim Cook fehlte dem Konzern aus dem kalifornischen Cupertino zum ersten Mal seit Jobs’ Wiedereinstieg die schillernde Figur aus dem Silicon Valley.

Doch allen Kritikern und Zweiflern zum Trotz wurde Apple in diesem Jahr zum wertvollsten Konzern der Welt und konnte mit neuen Produkten wie dem iPad mini und dem iPhone 5 weiterhin steigende Verkaufszahlen aufweisen. Allerdings wird der gute Gesamteindruck durch den Misserfolg des eigenen Kartenprogrammes und der darauf folgenden Umstrukturierungen im Management getrübt.

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Das Kartendebakel – Als Apple sich 2012 verlief

Der Gedanke hinter dem Vorhaben war eigentlich eine hehre Idee. Google stellt mit Android den ewigen Konkurrenten zu iOS und hält die größten Marktanteile unter den Smartphone-Betriebssystemen. Was also läge näher, als den Kartendienst Google Maps durch eine eigene App zu ersetzen. Apple erhoffte sich völlig neue Möglichkeiten der Navigation, dreidimensionale Orientierung und nahtlose Integration des Sprachassistenten Siri. Hätte die Maps-App so funktioniert wie Apple sich das wohl vorgestellt hatte, hätte man einen stilsicheren Atlas für das 21. Jahrhundert geschaffen. Die fehlende Verfügbarkeit von Karten und die oft falsche Orientierung machte das Programm aber de facto unbrauchbar. Und so musste Apple zurück rudern, den Fehler öffentlich zugeben und verlor Boden an die Konkurrenz. Denn Vertrauen zu gewinnen, ist in der Regel leichter, als es zurück zu gewinnen.

Nicht nur die Kunden waren von den Karten zu Recht verärgert, sondern auch die Chefetage von Apple. Unter der Regie Tim Cook und Jonathan Ive wurden die langjährigen Mitarbeiter John Browett und Scott Forstall entlassen und die Führungsebene wurde umstrukturiert. Damit gibt es für 2013 nur einen starken Mann an der Seite von Tim Cook und das ist der britische Designchef Jonathan Ive, der in den kommenden Jahren auch das Gesicht der neuen iOS-Versionen gestalten wird und dessen künstlerische Hand damit noch mehr Gewicht bei künftigen Apple Produkten gewinnen dürfte.

Neue Produkte und Facelifts 2012

2012 wird aber auch als das Jahr in Apples Geschichte in Erinnerung bleiben, in dem der Konzern, der vor der Übernahme durch Steve Jobs kurz vor dem Ruin stand, zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen wurde. Nicht ganz unschuldig daran war eine neue Produktpalette, mit der Apple einigen älteren Produkten Facelifts verpasste.

Vor allem das hochauflösende Retina Display, das in iPhone, iPad und MacBook Pro Verwendung findet, war der Schlüssel zur neuen Generation von Produkten. So konnten die MacBook Pros mit Retina Display beweisen, dass Apple sich nicht von der professionellen Klientel zugunsten der Consumer verabschiedete, während die neuen iPods auch dem schrumpfenden Markt der mp3-Player (der unter der weiten Verbreitung von Smartphones leidet) neue Farbe verpassten.

Die großen Erfolgsgaranten aber waren das iPhone 5 und das iPad mini. Während Apples neues iPhone zwar keinen Quantensprung im technischen Metier bieten konnte, lange Schlangen vor den Apple Stores weltweit zeigten aber das rege Interesse der Käufer. Beim iPad mini führte die große Anzahl der Vorbestellungen sogar zu Lieferengpässen.

Besonders erfreut konnte man im Hause Apple aber nicht nur über die Verkaufszahlen der Tablets sein, vor allem die Nutzung vom iPad hängt die Konkurrenz ab. Auch wenn Apple im Tabletsektor größere Marktanteile als bei Smartphones und Computern hält, sind die Nutzungszahlen die eigentliche Überraschung. Denn hier wird Tim Cook vollends bestätigt: So verkauft sich das iPad nicht nur besser, Statistiken zur Webnutzung belegen auch, dass Apples Tablet nach dem Kauf häufiger genutzt wird, während Konkurrenzprodukte eher in der Schublade verschwinden.

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