Das neue MacBook Pro
Apple hat auf der WWDC 2012 in San Francisco seine neusten Entwicklungen im Technologiebereich vorgestellt, zu denen neben einem eigenen Kartendienst und iOS6 auch ein neues Modell des MacBook Pro gehört. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die MacBooks mit der neuen Generation deutlich in die Nähe der Tablet-Computer gerückt wurden. Als großes Highlight, dass auf der Entwicklerkonferenz für große Begeisterung sorgte, ist die Einführung des Retina-Display bei Apples portablen Computern.

MacBook Pro nun mit Retina-Display
Auf der Entwicklerkonferenz haben insbesondere die Aussagen zur Auflösung des MacBooks für Aufsehen gesorgt. So soll das Notebook tatsächlich mit einer Auflösung von 2880 mal 1800 aufwarten können und damit ein sehr viel schärferes Bild bieten, als es selbst von Full-HD-Monitoren bekannt ist. Immerhin werden für die Bilddarstellung auf diese Weise über 5,1 Millionen Pixel bereitgestellt. Diese verfügen nämlich nur über 1920 mal 1080 Pixel und sind damit in der Bildschärfe unterlegen. Das sogenannte Retina-Display ist keine gänzliche Neuentwicklung, sondern wurde in dieser Form bereits beim neuen iPad eingesetzt. Es muss jedoch bedacht werden, dass das MacBook Pro einen ungleich größeren Bildschirm besitzt als das iPad und dass bei Geräten dieser Größe bisher noch kein Retina-Panel eingebaut wurde. Aus diesem Grund hat Apple hiermit wiederum eine echte Neuerung vorgestellt.
Auch hinsichtlich des Designs geht das neue MacBook in Richtung mobiler Geräte
Während die iPhones und iPads von Apple als ultramobile Geräte angesehen werden können, war das MacBook von den Gehäusedimensionen her größerer Vertreter, der zudem häufig auch als Desktop-Ersatz gedient hat. Das neue MacBook Pro hat nun aber ein noch einmal deutlich verschlanktes Gehäuse und ist damit noch einmal transportabler. So weist das Gerät nun nur noch eine Dicke von 1,8 Zentimetern auf und auch das Gewicht ist mit 2,02 Kilogramm für Geräte dieser Klasse äußerst gering. Zumindest hinsichtlich der Dimensionierung des Gehäuses nähert sich das MacBook damit dem MacBook Air an, auch wenn dessen Gewicht noch immer deutlich geringer ist. Der Hersteller gibt an, dass die Platzerfordernis des Geräts um erhebliche 90 Prozent reduziert werden konnte. Doch auch hinsichtlich der Rechengeschwindigkeit hat sich einiges getan.
Neues MacBook Pro kommt in drei unterschiedlichen Konfigurationen
Dass die Rechengeschwindigkeit beim neuen MacBook Pro im Vergleich zu den Vorgängern erhöht werden würde, damit war zu rechnen. Unterschieden werden muss dabei, ob es sich bei dem MacBook Pro um die 13- oder die 15-Zoll-Variante handeln soll. Das 13-Zoll-Modell wird dabei mit einem Dual-Core-Prozessor ausgestattet, der mit 2,5 GHz getaktet ist. Der Systemspeicher liegt bei 4 GB, die Festplatte ist mit 500 GB Speicherplatz versehen. Wahlweise lassen sich der Systemspeicher verdoppeln und die Festplattenkapazität auf 750 GB erhöhen. Bei der teureren Variante kommt dann ein mit 2,9 GHz getakteter Prozessor zum Einsatz. Das größere 15-Zoll-Model schließlich verfügt sogar über einen Vierkern-Prozessor. Getaktet ist dieser mit 2,3 oder 2,6 GHz je nach Ausführung, der Systemspeicher liegt bei 4 oder 8 GB und die Festplattenkapazität wie beim kleineren Modell bei 500 bis 750 GB. Interessant ist auch die Grafikeinheit. Da auch die Macs immer häufiger für Spiele und selbstverständlich für die fordernde Foto- und Videobearbeitung eingesetzt werden, ist eine schnelle Grafikkarte wichtig. Das neue MacBook Pro wird mit einer GeForce GT 650M, 8 GByte RAM ausgestattet sein. Abgerundet werden die inneren Komponenten durch eine 256 GB SSD, auf ein optisches Laufwerk wird verzichtet.
Entspannung auf der Datenbahn: MacBook kommt mit USB 3.0
Immer mehr Notebooks und PCs werden mit dem schnelleren Standard USB 3.0 für den Anschluss externer Geräte ausgestattet und auch das MacBook macht hier natürlich keine Ausnahme. Während der Vorgänger-Standard USB 2.0 lediglich 60 Mbyte pro Sekunde überträgt, sind es bei USB 3.0 625 Mbyte. Besonders zum Tragen kommt dieser Geschwindigkeitszuwachs etwa dann, wenn externe Festplatten an das MacBook angeschlossen werden sollen und von denen ein zügiger Dateitransfer gewünscht wird. Insgesamt werden zwei USB 3.0-Ports angeboten und zwei Thunderbolt-Schnittstellen.
