Das Märchen vom sinkenden Umsatz – Analysten sorgen für Kurseinbrüche bei Apple

Datum: Autor: Beni Kategorie: AppleTAGS:  , ,

Die sinkende Nachfrage nach dem iPhone habe zu einem starken Umsatzrückgang beim chinesischen Zulieferer Foxconn geführt, meldeten Wirtschaftsanalysten und die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach habe Apple aktuell sein Auftragsvolumen für das neue iPhone 5 drastisch reduziert, um der gesunkenen Kauflaune entgegenzukommen. Bereits im Februar hatte das Nachrichtenportal macdailynews.com gemeldet, dass Foxconn daraufhin einen Einstellungsstopp für seine Fabriken in China verkündet hat. Der Konzern selber hat dementiert, dass diese Maßnahme mit einem einzelnen Auftraggeber zusammenhängen soll.

iPhone 5 bricht ein verkünden Analysten

Schon Anfang des Jahres gab es Spekulationen um eine enttäuschende Nachfrage – Apples Börsenkurs fiel daraufhin um fast 4 % auf den niedrigsten Wert seit Anfang 2012. Nicht wenige wahre und vermeintliche Insider meldeten sich daraufhin zu Wort und verkündeten – wieder einmal – den drohenden Niedergang von Apple. So verkündete der Analyst von ABG Sundal Collier Per Lindberg, die Leute seien dem iPhone überdrüssig und nicht mehr gewillt, höhere Preise für die Marke zu bezahlen. Sein Kollege James Cordwell vom Atlantic Equities Service pflichtete ihm bei und schob die mangelnde Nachfrage auf eine fehlende Verankerung in den Schwellenländern. In den meisten Fällen bezogen sich die Experten direkt auf die gesunkenen Bestellungen bei Foxconn.

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Die Wahrheit

Es dauerte genau acht Tage, bis Apple turnusmäßig seinen aktuellen Umsatzbericht vorlegte. Die Überraschung war groß: In den letzten beiden Quartalen 2012 wurden rund 35 Millionen Exemplare des iPhone 5 verkauft, einige Millionen Exemplare mehr als der Hauptkonkurrent Samsung von seinem Kassenschlager Galaxy S3 umsetzen konnte. Dazu kamen noch einmal fast genauso viele Modelle des Vorgängers iPhone 4S – der Marktanteil beider Telefone zusammen liegt inzwischen bei ungefähr 20 % – gegenüber 7 %, die das S3 für sich verbuchen kann. Die Anleger schienen mit diesen Zahlen allerdings nicht ganz zufrieden zu sein – nach der Veröffentlichung fiel Apples Kurs um weitere 5 % auf 490 Dollar.

Die Experten rätseln über die Hintergründe

Es dauerte auch diesmal nicht lange, bis die Gerüchteküche wieder kochte. Verzweifelt versuchten Analysten die Zahlen mit dem Auftragsvolumen an Foxconn unter einen Hut zu bringen. Einige Marktbeobachter sprachen von gut gefüllten Lagern und einem ausreichenden Vorrat an Ersatzteilen. Andere bezweifelten schlicht die von Wall Street Journal ins Leben gerufenen Zahlen, nach denen die Bestellung von Displays um die Hälfte gesunken sei. In der Tat stellte sich heraus, dass die Zahl lediglich von 19 Millionen auf 11 bis 14 Millionen reduziert wurde. Einig war sich die Fachwelt nur in einer Sache – von einem gesunkenen Auftragsvolumen sei nicht zwangsläufig auf einen sinkenden Absatz zu schließen. Genau das hatten sie allerdings vorher ohne Hemmungen getan.

iPhone 5S wird gespannt erwartet

Derweil warten das Fachpublikum und die Verbraucher gespannt auf das nächste Modell, um das sich wie sonst auch bereits neue Gerüchte ranken. Viele Analysten sind sich diesmal sicher, dass es in verschiedenen Display-Größen auf den Markt kommen soll. Auch von unterschiedlichen Farben wird gemunkelt. Fest steht laut einhelliger Meinung, dass es ein ähnlicher Erfolg wie das iPhone 5 zuvor. Es bleibt zu hoffen, dass die Prognosen dieses Mal ein wenig näher an der Realität liegen.

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