Apps für Filmemacher

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: Apple, iPad, iPhone, iPhone AppsTAGS:  , , , ,

Bei der Oscar-Verleihung schaltete Apple eine Werbung, die sich an eine frühere Kernkundschaft richtete, um Apps für Filmschaffende zu promoten. Dabei geht es gar nicht um die neue Version von Final Cut, sondern um einige Apps, die Filmemachern das Filmen erleichtern sollen. Doch wie nützlich sind diese Tools tatsächlich im täglichen Gebrauch?

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Apps für die Produktion

Beim Planen eines Films gibt es Einiges zu beachten, denn nicht umsonst haben sich in Hollywood gewisse Branchenstandards etabliert, die auch einigen Hobbyfilmemachern durchaus dabei helfen können, eine gewisse Struktur in ihre Filme zu bringen.

Neben Apples Pages, das eine Drehbuchvorlage besitzt, die mit den gängigsten Formatierungen arbeiten kann, gibt es noch eine Reihe weiterer Apps, die sich mit dem Skript beschäftigen.

Zunächst einmal ist die Drehbuchvorlage in Pages wirklich sehr brauchbar, gängige Formatierungen wie Überschriften, Figuren und Dialog werden im entsprechenden Format wiedergegeben, Zusatzfunktionen sucht man jedoch vergebens. Index-Card bietet genau jene Funktionen, die für kreative Schreiber so wichtig sind. Szenen lassen sich sortieren und beliebig umstellen, eine farbliche Codierung bietet genug Überblick und das Programm ist leicht genug zu verstehen. Der Preis von 4,49 Euro ist für die App mehr als angemessen und nicht nur für angehende Drehbuchschreiber ist die App interessant, denn genau so gut lassen sich die Vorlagen für Romane, Geschichten oder wissenschaftliche Arbeiten nutzen.

Mit 35,99 Euro deutlich teurer ist der Final Draft Writer, dafür erwirbt man auch den absoluten Industriestandard der Drehbuchprogramme. Von Referenzen, über Szenen und Notizen bis hin zu Fotos von den Schauspielern lässt sich in Final Draft alles einfügen und auch unterwegs leicht ändern. Besonders auf Reisen kann so mühelos weiter gearbeitet werden – Ideen lassen sich schnell in ein Drehbuch verwandeln und als PDF exportieren.

Für nur 8,99 Euro bietet Celtx (das auch für Mac OS und Windows erhältlich ist) eine ähnliche Funktionalität. Auch wenn das Schreiben auf dem iPhone nicht ganz so leicht ist und Celtx deutlich weniger aufwendig designt ist als Final Draft Writer, bietet es genug Funktionen, um ein filmreifes Skript zu erstellen.

Apps, die den Dreh raus haben

Immer beliebter wird die digitale Klappe als App, diese dient der Synchronisation und Sortierung von Bildmaterial und extern aufgezeichnetem Ton. Durch den Klappenschlag lassen sich Video und Audio leicht synchronisieren und die durchgehende Nummerierung, die per App sehr leicht einzustellen ist, erlaubt in der Postproduktion eine nahtlose Sortierung.

Apps hierfür gibt es reichlich, die Preisspanne reicht von kostenlosen Programmen bis in den zweistelligen Bereich, wirklich nahtlos funktioniert allerdings keine App. Insbesondere beim Klappenschlag und der Synchronität mit dem blinkenden Display gibt es zu viele Fehler – zwar handelt es sich dabei nur um Frames, um genau die geht es dabei aber. Fazit: Die Klappe durch eine App zu ersetzen, ist eine nette Idee, die Umsetzung der meisten Apps lässt aber dennoch zur echten Klappe greifen.

Für Freunde des analogen Filmens (oder Fotografierens) sei hier zum Schluss noch die App Photometer (für 0,89 Euro) empfohlen, die den klassischen Belichtungsmesser ersetzt. ISO, Belichtungszeit und Blende können hier abgestimmt werden, damit auf dem kostbaren analogen Film kein Bild verschwendet wird. Für digitale Fotografen mehr Spielerei, ist die App dennoch für jeden Fan vom aussterbenden Zelluloid ein absolutes Muss.

So helfen die Apps auch beim Filmemachen – bis hin zu den Oscars.

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