Apple zeigt nur Software – Vorstellung von Mac OS X 10.10 Yosemite

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , , ,

Zugegeben, ein wenig enttäuschend fiel die World Wide Developers’ Conference dann gestern doch aus. Lange Zeit hatte man sich noch Hoffnungen machen können, dass Apple eine der großen Neuerscheinungen des Jahres aus dem Hut zaubert – das iPhone 6, die iWatch oder zumindest ein neuer iMac. Am Ende wurden dann aber doch „nur“ iOS 8 und Mac OX 10.10 vorgestellt. Mit Yosemite hat das neue Mac OS dann auch endlich einen Namen und Apple verabschiedet sich nicht nur von den Wildkatzen, sondern zeigt in Yosemite viel Neues.

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Yosemite präsentiert sich in einem völlig neuen Look

Das erste, was bei Mac OS X 10.10 Yosemite buchstäblich ins Auge fällt, ist der neue Look. Der ist sogar noch radikaler ausgefallen, als viele sich das zuvor in Mock Up-Designs vorgestellt hatten. Yosemite orientiert sich optisch sehr klar am iOS-Look – Icons, Leisten und Apps wirken nun allesamt sehr flach und oft transparent. Spiegelungen und Metall verschwinden nun ganz aus dem Bild von Mac OS X. Die Schaltflächen präsentieren sich klarer und entschlackter, der Maximieren Button verschwindet nun etwa aus der Ampel und wird zum Full Screen-Knopf.

Die Transparenzen geben den Blick auf darunter liegende Apps und den Desktop frei, überhaupt wirkt das Design sehr leicht und schwebend. Auch das Dock ist nun einfach eine Milchglasleiste, die App-Symbole wirken flacher, simpler und heller.

Besonders beim neuen Safari ist der Look sehr gut zu erkennen, Schaltflächen gibt es kaum noch, stattdessen wirkt nahezu jede Seite bildschirmfüllend. Nebenbei ist Safari in Yosemite auch noch einmal schneller und energiesparender geworden.

Neben der Optik hat Apple aber auch an der Bedienbarkeit in Yosemite gefeilt, besonders zeigt sich das im Spotlight, das nun nicht mehr an der Toolbar klebt, sondern zentriert auch optisches Feedback zur Suche gibt und gleich Bilder und Previews zu den Suchbegriffen anzeigt. Auch im iTunes Store kann zukünftig direkt über Spotlight gesucht werden.

In die Mitteilungszentrale wird in Yosemite auch der Kalender und die Wetter Vorschau integriert sein, außerdem lässt sich so auch der Taschenrechner erreichen. Das eher unsortierte (und seit Lion aufs Abstellgleis verschobene) Dashboard könnte damit überflüssig werden.

Mit Swift hat Apple außerdem noch eine neue Programmiersprache für Yosemite geschaffen.

Yosemite soll die Lücke zu iOS 8 weiter schließen

Nach wie vor geht Apple den Weg, den man schon mit Mavericks ging, konsequent weiter. Im Gegensatz zu Windows nähern sich Apples Betriebssysteme nicht bis ins Extreme an – dafür wirkt die Optik nun einheitlicher und die Zusammenarbeit wurde weiter verbessert.

Die Synchronisation über die iCloud soll noch nahtloser funktionieren, so dass der User beim Wechsel zwischen Geräten nicht einmal mehr in der Zeile verrutscht. Ist das iPhone neben dem Mac und mit dem Mac verbunden, so kann der Anruf künftig auch direkt vom Mac aus getätigt werden. Kontaktbilder werden genau so drahtlos übernommen wie andere Telefonfunktionen, über die Nachrichten-App iMessage kann zukünftig sogar über den Mac eine SMS verschickt werden (wenn ein iOS 8-iPhone verbunden ist).

Im Herbst wird es dann mit dem Yosemite-Release soweit sein, das Update sollte dann allen Mac Usern kostenlos im App Store zur Verfügung stehen. Dieses Mal gibt es jedoch eine kleine Besonderheit: Denn wer es gar nicht erwarten kann, darf dieses Mal für Apple Beta Tester spielen und schon vor dem Release Yosemite auf seinem Mac nutzen.

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