Apple will das Programmieren mit Swift deutlich verbessern

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , , ,

Die World Wide Developers Conference ist nicht unbedingt ein Event für die Massen oder die Apple-Fangemeinde. Zwar machte Apple das in den letzten Jahren immer wieder vergessen, indem man am Rande der Messe auch neue Hardware (wie den neuen iMac oder den erst zu Beginn des Jahres erschienenen Mac Pro) vorstellte.

In diesem Jahr konnten sich die Entwickler aber nicht nur über neue Betriebssysteme freuen, sondern Apple gab ihnen gleich eine ganz neue Programmiersprache an die Hand. Mit Swift kann von nun an für iOS und Mac OS X programmiert werden.

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Swift: Schneller, sicherer, leichter

Apple hatte sich ein wenig Zeit gelassen, im Rennen um die neuen Programmiersprachen. Google und Microsoft hatten ihre neuen Sprachen bereits in den vergangenen Jahren präsentiert, nun also zieht Apple nach.

Objective-C war die bisherige Programmiersprache für das iPhone und iPad und die funktioniert auch nach wie vor noch ausgezeichnet – alleine die Anzahl der Apps in Apples App Store spricht ihre eigenen Sprache. Allerdings ist Objective-C lange nicht mehr zeitgemäß und außerdem sehr fehleranfällig. Vor allem für Einsteiger ist der Schritt zu Objective-C oftmals nur schwer zu durchschauen.

Gerade hier möchte Swift aber vieles besser machen: Vor allem für Neulinge soll es einen deutlich erleichterten Einstieg geben. Das alleine auch dadurch, dass Swift deutlich sicherer gegenüber Fehlern ist. Außerdem kann der Code mit Swift deutlich entschlackt werden, da ganze Programmzeilen in Objective-C in Apples neuer Programmiersprachen nun oft nur noch wenige Zeichen benötigen. Das macht Swift außerdem zu einer sehr genügsamen Sprache, denn der schlanke Code kommt auch mit deutlich weniger Hardware klar und spart Rechenleistung. Zusätzlich wird der Code automatisch optimiert. Dabei übernimmt Swift natürlich auch einige Funktionen aus C und Objective-C, so dass Programmierer der alten Schule beim Umstieg keinerlei Probleme bekommen. Objective-C und Swift können sogar nebeneinander funktionieren, was den raschen Umstieg noch einmal attraktiver macht.

Auch in Xcode kann weiterhin entwickelt werden, da Swift auch als Teil der Entwicklungsumgebung Xcode 6 integriert sein wird.

Ab Herbst soll Swift die App Stores erobern

Swift steht bereits als relativ fertige Programmiersprache zur Verfügung, im iBooks Store kann ein Guide heruntergeladen werden. Und ab Herbst sollen dann die ersten mit Swift programmierten Apps für iPhone, iPad und den Mac zur Verfügung stehen. Besonders die Anfangsphase dürfte nicht nur für Apple spannend sein, sondern für die gesamte Entwicklerszene. Denn Apple mag vielleicht der letzte der Großen gewesen sein, der eine neue Programmiersprache vorstellt, aber besonders erfolgreich waren Go, Dart, TypeScript, noch Mozillas Rust. Das möchte Apple mit Swift nun ändern und für frischen Wind unter den App Store Programmierern sorgen.

Dass Apple das durchaus gelingen könnte, zeigt die Bereitschaft der Programmierer, für den App Store zu entwickeln – und das trotz des sperrigen Objective-C. Mit Swift senkt Apple also nicht nur die Hemmschwelle für neue Programmierer, sondern sichert sich auch langfristig die Quantität an Apps in den Stores für iPhone, iPad und Mac.

Dass Programmierer bereits jetzt anfangen dürfen, mit Swift zu programmieren und auch das Umschreiben von mit Objective-C programmierten Apps möglich ist, ist ein zusätzlicher Anreiz. Einzig die Wartezeit bis zum Release der Swift-basierten Apps bleibt ein kleiner Wertmutstropfen. Denn das ist erst mit dem Release von Yosemite und iOS 8 möglich.

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