Apple vs. Samsung – Geld regiert die Welt?

Datum: Autor: Beni Kategorie: AppleTAGS:  , ,

Im Allgemeinen schenken viele Menschen dem Sprichwort “Geld regiert die Welt!” Gehör in nahezu jeder Lebenslage. Für eine Ausnahme dürft Apple bereits in naher Zukunft sorgen. Laut Gus Richard, einer der führenden Chip-Analysten beim US-Marktforschungsinstitut Piper Jaffray, überdenkt Apple seit geraumer Zeit die Zusammenarbeit mit Samsung im Bereich Chipfertigung. In einem Gespräch sagte Richard, dass momentan Mitarbeiter des Apple-Konzerns mit TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing) an einem neuen 20-Nanometer-Fertigungsprozess arbeiten würden. Angesichts dieser Neuigkeiten wird wohl niemand das genannte Sprichwort als Universal-Antwort verstehen können. “Streit regiert das Geld!” dürft in diesem Fall wohl eher zutreffen.

Vertraglichen Verpflichtungen nachkommen

Ein anderer Experte auf dem Gebiet der Chip-Fertigung bestätigte jüngst entsprechende Maßnahmen zur Veränderung der derzeitigen Prozessstrukturen bei TSMC. Weiter heißt es, dass sowohl Apple als auch Samsung lediglich die vertraglichen Verpflichtungen erfüllen möchten, um anschließend eine tiefgreifende Veränderung durchzuführen. Eine weitere Behauptung, die von angeblich zuverlässigen Quellen stammt, stellt China Economic News auf: Das Fachmagazin will erfahren haben, dass Apple in den nächsten Jahren seine 20-Nanometer-Prozessoren mit vier Kernen ausnahmslos bei TSMC fertigen lassen möchte. Passend zum diesem Gerücht äußerte sich ein nicht näher benannte Führungskraft des südkoreanischen Konzerns in den Korea Times. Glaubt man dessen Bericht, habe das Partnerunternehmen Apple “sehr deutlich” zu verstehen gegeben, dass es nicht mehr von Technologien eines Konkurrenten abhängig sein wolle. Bereits für das iPhone 5 entwickelte der US-Konzern den A6-Prozessor selbst. Nur die CPU-Einheit sei vom Widersacher geliefert worden.

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Schritt für Schritt zur Trendwende

Gus Richard sagte, dass sich das in Taiwan ansässige Unternehmen mit dem neuen Großauftrag von einigen Kunden trennen müsse. TSMC habe Apple ein überaus großes Ressourcenpaket zugeordnet. Doch bei solch einer unternehmensinterne Umwälzung der bestehenden Arbeitskräfte sei es unumgänglich, dass einige Kunden verdrängt werden, so Richard in seinen Ausführungen. Es sei zudem unmöglich, dass quasi über Nacht ein neuer Chiplieferant in die Yeti-Fußspuren von Samsung steht und darin seine passende Schuhgröße findet. Das neue Projekt müsse Schritt für Schritt vollzogen werden. Die führenden Experten sind sich darin einig, dass Apple erst im kommenden Jahr konkrete Pläne für den Lieferantenwechsel der Öffentlichkeit präsentieren wird. Daraufhin erfolgt zunächst eine unternehmensinterne Kapazitätsprüfung bei TSMC selbst, um die Möglichkeiten zur Fertigung der Prozessoren zu prüfen. Richard prognostiziert den Beginn der Produktion auf Ende 2013. Apple stehe außerdem in engem Kontakt mit Intel. Der weltgrößte Chiphersteller soll in Zukunft 14-Nanometer-Chips für neue Apple-Produkte herstellen.

Alles was bleibt, ist ein Rechtsstreit

Die vieldiskutierten Patenstreitigkeiten zwischen Apple und Samsung zeigen augenscheinlich erste Auswirkungen. Samsung fügt sich nicht in den reichhaltigen Lieferanten-Obstkorb ein und wird deshalb zurück ins Regal gelegt. TSMC befindet sich hingegen in der Reifephase und darf auf einen Platz im Apple-Olymp hoffen. Allerdings sollte Apple mit der Wahl seiner Lieferanten vorsichtig sein und neben eventuell vorhandenen Fertigungskapazitäten ebenso das Arbeitsklima sowie die Beschäftigungsverhältnisse für Mitarbeiter unter die Lupe nehmen. Selbst beim beliebtesten Smartphone der Welt hat die bislang verständnisvolle Kundschaft nicht immer die Geduld für Lieferengpässe oder mangelnde Qualität. Deutlich wurde dieses Argument an am Wertverlust der Aktie.

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