Apple und IBM stehen vor Allianz

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , , ,

Lange Zeit galten IBM und Apple als die krassen Gegensätze der Computerbranche. Auf der einen Seite standen die gestylten Personal Computer im Vordergrund, die für jedermann zugänglich sein sollten, auf der anderen Seite stand der graue Riese mit seinen gut kalkulierten Business Solutions. In richtiger Konkurrenz standen beide Firmen schon seit Jahren nicht mehr, nun stehen Apple und IBM sogar vor einer wichtigen Partnerschaft – die könnte vor allem für Apple einen richtigen Sprung bedeuten und die Marke mit dem Apfel vor allem für Geschäftskunden wieder attraktiver machen.

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Apple sieht IBM vor allem bei Dienstleistungen als Bereicherung

Seitdem Intel die Prozessoren für MacBooks herstellt, hat die einstige Partnerschaft zwischen IBM und Apple ein wenig an Strahlkraft verloren. Vor mehreren Generationen der Macs arbeiteten beide Firmen noch an der Struktur der PowerPC-Prozessoren zusammen, nun gibt es wieder ein Bündnis zwischen den zwei IT-Riesen. Dabei geht es allerdings vorrangig um Dienstleistungen für Geschäftskunden.

Nachdem das ThinkPad als Marke an Lenovo verkauft hat und im Bereich der Fertig PCs längst von Konkurrenten wie Dell überrollt wurde, richtet sich IBMs Business Modell vor allem an Geschäftskunden. Während IBM also vorrangig Firmen bedient, ist Apple von Kopf bis Fuß auf Privatkunden eingestellt. Zwar sind iPhone und iPad auch im geschäftlichen Bereich beliebt, allerdings vorrangig bei kleineren Firmen und Geschäften aus der Kreativbranche. Hier ergänzen beide Firmen sich ganz hervorragend, IBM verfügt über die nötigen Berater und die maßgeschneiderten Lösungen für verschieden große Firmen. Als Branchenlösung ist IBM nach wie vor das Nonplusultra. Aus dem öffentlichen Fokus mag der Konzern demnach zwar verschwunden sein, der Umsatz des IT-Giganten beträgt aber nach wie vor rund 100 Milliarden Euro pro Jahr. Zwar liegt man so hinter Apple, aber immer noch vor Microsoft – und Google.

Mit IBM als Hilfe für eine neue Ausrichtung Richtung Firmen und Geschäfte arbeitet Apple aber keineswegs an der Ablösung von PCs, sondern nutzt als Einstiegstool iPad und iPhone. Eine klare Strategie liegt nämlich bei der Kooperation bereits vor: Es geht um kleine Mobilgeräte und die Nutzung der Cloud.

IBM soll iPhone und iPad auch in Firmen pushen

Mit der neuen Allianz zwischen IBM und Apple kann der iPhone-Hersteller in Zukunft in iOS professionelle Geschäftslösungen für Kunden anbieten, die einen steten Zugriff auf Cloud Computing bieten. Das wird für Firmen interessant, die ihren Angestellten ohnehin gestatten, private iPhones auch geschäftlich zu nutzen, macht aber auch das iPhone als Geschäftslösung attraktiver. Auch vor dem Hintergrund, dass Apple eventuell auch mit iPad Pro eine größere und leistungsstärkere Variante des hauseigenen Tablets in der Hinterhand hat.

Gleichermaßen stehen Apple und IBM sich nicht im Wege, da beide Firmen sehr unterschiedliche Märkte bedienen. Für Apple ist der Deal sogar zweifach attraktiv, denn man stärkt nicht nur sich selbst, sondern schwächt auch die Konkurrenz. Eine Allianz mit IBM macht die Nutzung des iPhones auch für größere Firmen attraktiver als die Nutzung eines Android-Phones oder des Windows-Phones (mit seinen ohnehin verschwindend geringen Marktanteilen).

Die Spezialisierung von IBM dürfte der Verbreitung von iOS also sicherlich gut tun und ist für Apple geschäftlich deutlich wichtiger als die Übernahme von Kopfhörerhersteller Beats.

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