Apple testet iBeacon in den US-Stores

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , , ,

Mit dem iBeacon in den amerikanischen Apple Stores testet das US-Unternehmen in den hauseigenen Stores sein neuartiges Positionierungssystem. Das ganze ist als Einkaufshilfe gedacht und soll den Kunden dabei helfen, schneller zum Service zu gelangen und gleichzeitig die Wegfindung innerhalb der Stores zu optimieren.

Dabei nutzt Apple das Potential der iBeacon Positionierung nicht als einziges Unternehmen, der iBeacon könnte in Zukunft dazu dienen, das Käuferverhalten in vielen Stores noch genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Wegfindung in den Apple Stores – iBeacon macht’s möglich

Im Prinzip ist der iBeacon eine sehr unauffällige Technologie, eigentlich nur ein kleiner Sender, der ein eindeutiges Bluetooth-Signal aussendet und so ständig die Position seines Trägers an verschiedene Empfangsgeräte. So ist eine durchgehende Ortung möglich, das allerdings nur in geschlossenen Räumen. Denn der iBeacon im iPhone oder iPad ist nur eine BLE-Technologie – also ein Bluetooth Low Energy System, das nicht dafür gedacht ist, große Datenmengen über weite Strecken zu übertragen. Ab dem iPhone 4S, iPad 3 oder dem iPod Touch der fünften Generation funktioniert der iBeacon.

In Innenräumen bietet der iBeacon dagegen die Möglichkeit, nicht nur die Position der Kunden in den Apple Stores zu ermitteln, sondern diese auch über einen Feed-Dienst mit aktuellen News zu versorgen. Die Lokalisierung kann zum Beispiel genutzt werden, um Kunden mit einem Termin im Apple Store aufzufinden oder auf einen Blick zu sehen, welcher Kunde Hilfe benötigt (weil er sich länger an einem Regal aufhält). Kunden mit dem iBeacon können dagegen zum Beispiel mit speziellen Angeboten für die vor ihnen befindliche  Auslage abrufen oder werden mit aktuellen Events aus dem Terminkalender der Apple Stores versorgt.

Gleichzeitig dienen die via iBeacon gesammelten Daten aber auch den Stores, denn so lassen sich Bewegungsprofile der Kunden erstellen. Das wird zum Beispiel dann wichtig, wenn es um die Wegeoptimierung geht, Apple allerdings wehrt sich gegen derartige Datensammlungen: Der Konzern aus Cupertino werde die gesammelten Bewegungsdaten nicht dazu einsetzen, um Retail-Strategien zu optimieren, es gehe um Angebote für den Kunden.

Nicht nur bei Apple kommt der iBeacon derzeit zum Einsatz, auch die amerikanische Einzelhandelskette Macy’s setzt den Peilsender in vorerst zwei ihrer Filialen ein, um den Kunden schnelleren Service bieten zu können. Vor allem im Vorweihnachtsgeschäft könnte der iBeacon ein nützlicher Navigator zwischen den verschiedenen Angeboten einer Ladenkette sein. Das dürfte allerdings frühestens Weihnachten 2014 aktuell sein, vorausgesetzt die Testläufe mit dem iBeacon verlaufen erfolgreich.

Zahlen und Lesen mit dem iBeacon

Mit dem Orten von Kunden innerhalb von Geschäften ist die Funktionalität des iBeacon aber noch nicht ausgeschöpft. So könnte der iBeacon auch genutzt werden, um mobil zu zahlen – quasi Apples Äquivalent zu Googles Wallet. Innerhalb von Zügen etwa könnte der iBeacon Zu- und Ausstieg ermitteln und so automatisch den günstigsten Tarif laden. Auch Informationen zu Zugverspätungen oder Gleiswechseln könnten automatisch und ortsabhängig aufs Handy geladen werden.

Auch hat Apple vor, mit den nächsten Maps-Updates die Indoor Navigation zu verbessern, um es Kunden etwa zu ermöglichen, in einem Parkhaus ihr parkendes Auto zu finden.

In einer Bar in England wird der iBeacon sogar schon als interaktiver Zeitungskiosk genutzt. Solange Kunden sich in der Bar befinden, können sie kostenfrei auf ihren iPhones in deren abonnierten Magazinen lesen.

Der iBeacon könnte richtig implementiert ein großes Stück Komfort im alltäglichen Umgang mit den iDevices bieten.

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