Apple schieß scharf: Deutliche Worte

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: Apple, iPhoneTAGS:  , , , , ,

In den letzten Jahren hat Apple viele verschiedene Taktiken benutzt, um sich der Konkurrenz zu erwehren. Neben den Gerichtsprozessen um verletzte Patente, stand vor allem auch die Werbung im Vordergrund, denn Apple ist und bleibt eine Firma, deren Gewinnmargen so hoch sind, weil man in Cupertino vom Image der Marke lebt.

Ähnlich wie Automobilmarken im Stile von BMW oder Mercedes ihre Premiumprodukte für einen deutlichen Aufschlag verkaufen, macht auch Apple seine eigene Preispolitik. Dass man den Löwenanteil des Marktvolumens dabei an die günstigere Konkurrenz verliert, ist durchaus einkalkuliert. Problematisch wird es eben immer dann, wenn ein Konkurrent, wie nun Samsung, mit einem seiner Modelle im eigenen Premium-Revier wildert.

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Phil Schiller, Marketing Chef von Apple & Twitter-Kritiker

Eigentlich begann die ganze Sache noch recht harmlos, wenn auch ungewöhnlich. Über Twitter äußerte sich Apples Marketing Chef Phil Schiller über die Sicherheitslücken im Google Play Store mit einem zynischen “Be Safe” an alle Android-User. Im Gegensatz zum App Store werden die Programme im Google Play Store keiner zusätzlichen Prüfung mehr unterzogen, dementsprechend geistert viel Malware auf den Android-Telefonen herum. Die Zahl der Schadprogramme nimmt dabei von Monat zu Monat zu.

Zwar gibt es auch im App Store von Apple immer wieder kleinere Sicherheitslücken, die dann gerne einmal schadenfroh aufgedeckt werden, aber Apple reagiert schnell und effizient. Kontrolliert dafür aber auch den gesamten Markt an Programmen für iOS.

Die Vorführung von Samsungs neuem Smartphone, dem Galaxy S4, kommentierte Schiller nur knapp. Er hielte dieses ganze Brimborium nicht für eine richtige Produktvorstellung. Zumindest bis zum Release es iPhone 5S ist Apple nun ohnehin erst einmal zum Zuschauen und Gift spritzen gezwungen.

Besondere Bedeutung bekommen die Worte auch eigentlich nicht, weil sie ein Affront gegen die Konkurrenz sind (tatsächlich sind die Bemerkungen zwar zynisch, aber eher harmlos), sondern weil man bei Apple überhaupt einmal twitter. Die sozialen Netzwerke werden in Cupertino traditionell weniger genutzt. Immerhin legt man bei Apple Wert auf Geheimhaltung.

Apple startet Why-iPhone

Mit einer neuen Seite auf apple.com geht Apple nun noch einen Schritt weiter und möchte das iPhone deutlich gegen die Konkurrenz anderer Smartphone-Hersteller abgrenzen. Mit dem Motto “There’s iPhone. Then there’s everything else.” möchte sich Apple ganz deutlich von der Konkurrenz abheben und weist noch einmal deutlich auf die Funktionalität und die Einfachheit ihrer Produkte hin. Die Detailverliebtheit, die Technik und vor allem auch das Design stehen ebenso im Vordergrund wie die Konnektivität über die iCloud. Unter der Unterseite why-iphone erklärt man die vielen kleinen und großen Features und grenzt sich über Extras wie die geschliffene Aluminiumschale deutlich von der Plastik-Konkurrenz bei Samsung ab.

Eine ähnliche Produktkampagne hatte Apple vor einigen Jahren einmal mit ihren professionellen Produkten (Final Cut Studio und Logic Pro) gestartet, nun scheint es wieder an der Zeit zu sein, ein wenig “anzugeben”. Immerhin benutzt Apple auch Nutzungsstatistiken, wie die der iSight-Kamera.

Was Apple sogar noch außen vor lässt, ist die Wechselquote. Tatsächlich ist ein Großteil von Apples Neukunden ehemaliger Besitzer eines Android-Telefons. Und auch die Nutzung von iOS im Netz steht deutlich über der von Android-Geräten, insbesondere auf den Marktanteil ausgerechnet.

Mit der neuen Werbekampagne geht Apple zumindest sehr subtil gegen das Galaxy S4 vor, offensiv wird man bei Apple wohl erst mit dem iPhone 5S im Sommer werden (dürfen).

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