Apple heuert neuen Designer an – Signal für die iWatch?

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , , ,

In den letzten Monaten scheinte Apple ein Händchen dafür zu besitzen, die Manager anderer Unternehmen ins eigene Boot zu holen. Während man teils Leute von Adobe loseiste, verblüffte zumindest eine Neuverpflichtung: Den Abgang Paul Deneves vom Modelabel Yves Saint Laurent sahen viele bereits als sicheres Indiz, dass Apple an einem tragbaren Gerät wie der seit Monaten erwarteten iWatch arbeitet. Nun hat auch Paul Schaffer vom Sportartikelriesen Nike die Seiten gewechselt. Der Top Designer ist nicht nur für seine innovativen Impulse bekannt, sondern vornehmlich für Nikes Fuel Band.

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Vom Fuel Band zur iWatch

Spätestens seit dem Tod von Steve Jobs ist die Presse in heller Aufruhr, dass Apple die Strahlkraft verloren gehe, die das Unternehmen aus Cupertino doch einst so definiert habe. Gute Verkaufszahlen alleine reichen lange nicht mehr aus, um die Kritiker zum Schweigen zu bringen. Insbesondere der Drang nach neuen iDevices ist kaum zu befriedigen.

Statt mit der iWatch einen Schnellschuss hinzulegen – wie jüngst Konkurrent Samsung mit seiner tragbaren Fernbedienung für das Galaxy S4 -, scheint sich eine immer klarere Richtung für Apples tragbares Gerät abzuzeichnen.

Paul Schaffer leitete bei Nike die Innovationsabteilung und in seine Ägide fielen das Fuel Band und der Nike Flyknit. Besonders seine Erfahrung mit tragbaren Geräten wie dem Fuel Band wird dabei wohl von Bedeutung sein. Das Fuel Band ist ein einfaches Armband, das sportliche Aktivitäten aufzeichnet: Verbrannte Kalorien, zurückgelegte Strecke und Geschwindigkeit werden von dem kleinen Sportaccessoire aufgezeichnet und später synchronisiert. In den nächsten Wochen wird wohl auch eine App speziell für das iPhone 5S folgen, die Apples Co-Prozessor nutzt, um die Bewegungsaufzeichnung zu maximieren.

Auch für die iWatch wird immer wieder gemunkelt, dass ein sportlicher Hintergrund zum Kern des neuen Gerätes gehören soll. Das Fitness-Tracking, mit dem Unternehmen wie Runtastic in den letzten Jahren groß geworden sind, ist ein boomender Markt. Wäre dies auch nur eine Nebenfunktion der iWatch, Apple würde den Markt der Sportbegeisterten im Fluge erobern. Zumal die iWatch angeblich auch einen integrierten Pulsmesser besitzen soll, der zur sportlichen Optimierung unabdinglich ist.

Paul Schaffer passt zu Apple – und zur iWatch

Die Verbindung zwischen den beiden amerikanischen Unternehmen ist ohnehin eng. Apples CEO sitzt auch in Nikes Aufsichtsrat, ohne ein Fuel Band am Handgelenk sieht man den Nachfolger von Steve Jobs kaum mehr. Außerdem passt Paul Schaffer voll in Apples Anforderungsprofil, Jonathan Ive und er sind sich in ihren Gedankengängen recht ähnlich. Beide denken das Design komplett vom Nutzer bis hin zum Förderband. Ähnlich wie Apple die MacBooks seit einiger Zeit aus einem einzigen Aluminiumblock herstellt und damit neue Herstellungsmethoden kreieren musste, schufen Paul Schaffer und seine Mitarbeiter bei Nike den Flyknit-Schuh.

Dieser Schuh ist nicht nur einfach ein neues Modell, sondern Flyknit bezieht sich auf eine neue Art, Schuhe herzustellen. So wurde der Flyknit von unnötigem Ballast befreit und sparte so auch in der Produktion die Nähmaschinen ein. Mit Schaffers Erfahrung ist nicht ausgeschlossen, dass Apple noch an anderen tragbaren Geräten abseits einer Uhr arbeitet.

Raum für Designer gibt es bei Apple ja nun auch, seitdem Jon Ive sich stärker mit dem Softwaredesign beschäftigt. Nur im Innovationsdepartment gibt es bei Apple für Schaffer keinen Platz – Innovation hat in Cupertino nämlich keine eigene Abteilung dafür ist jeder Mitarbeiter verantwortlich. Und nun auch Paul Schaffer.

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