Alles neu macht iOS 7 – aber nur mit Verspätung?

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AppleTAGS:  , , ,

So einhundertprozentig rund läuft es bei Apple in diesem Jahr noch nicht. Neue Hardware ist zwar angekündigt, ein Release wird aber noch auf sich warten lassen und auch die versprochenen Software Updates könnten sich noch verzögern.

Neben MacOS soll in diesem Jahr auch iOS 7 ein Update bekommen, vermutlich zum Start des iPhone 5S und des günstigeren iPhones. Nun hat Apple schon sämtliche verfügbaren Kräfte von MacOS abgezogen, um das mobile Betriebssystem iOS 7 rechtzeitig fertigstellen zu können, doch schon kündigen sich neue Terminprobleme an.

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Völlig neuer Look für iOS 7 strapaziert den Zeitplan

Eine erste, präsentierfähige Version von iOS 7 (das derzeit unter dem Codenamen “Innsbruck” die Runde macht) soll schon zum 10. Juni fertig gestellt werden. So könnte das Betriebssystem schon auf der ausverkauften Entwicklerkonferenz in San Francisco den Fachleuten präsentiert werden. Dieser Termin erscheint im Moment allerdings arg kurzfristig, denn Jonathan Ive und sein Team haben derzeit einen ganzen Berg voller Änderungen vor der Brust.

Jonathan Ivy wechselte für iOS 7 einmal die Seiten, denn Apples Designchef ist eigentlich nur für das Aussehen der Hardware zuständig. Nun ist er auch maßgeblich für das Interface verantwortlich – eine kluge Entscheidung, leben die Produkte von Apple doch maßgeblich von ihrem Design. Mit iOS 7 soll nun im Aussehen der internen Apps ein Umbruch geschehen, denn der Skeumorphismus steht vor dem Aus. Ein neues, flacheres, zeitloseres Interface wird ihn ersetzen.

Skeumorphismus bezeichnet dabei das analog anmutende Aussehen einiger Apps (der Ledereinband des Kalenders, die gelben Seiten des Notizbuchs, etc.). Der verstorbene Steve Jobs und der inzwischen entlassene Scott Forstall waren Befürworter dieses Stils, der auf Retina Displays ohnehin nie sonderlich gut funktionierte. Im Gegensatz dazu ist Jony Ive ein Mann simpler Formen und einfacher Oberflächen, das Bauhaus (Form follows Function) ist seine Designschule, alles Überflüssige wird entfernt.

Ganz nach diesem Motto erhält iOS 7 eine sehr flache, sehr einfache Oberfläche. Alles Überflüssige wird entfernt und durch digitale Bilder ersetzt.

Die Herausforder von iOS 7 – Neues Aussehen, alte Erfahrung

Das größte Problem an den Änderungen, die Ive und sein Team vornehmen, ist die Einfachheit beizubehalten. Gelten doch gerade iOS-Geräte wie das iPad als so leicht zu bedienen, dass selbst technikferne Gruppen wie Senioren spielend mit Apples Tablet umgehen können. Auch wenn der Look des neuen Betriebssystems gewöhnungsbedürftig sein könnte, soll die Bedienung nach wie vor so intuitiv und einfach wie in vorhergehenden Versionen funktionieren.

Ausgeschlossen von den Änderungen ist wohl einzig der Home Screen, dagegen werden Toolbar, Programme und Icons generalüberholt. Auch Funktionen wie das von MacOS bekannte Exposé oder die Mitteilungszentrale könnten ihren Weg auf iPhone 5S und Co finden. Angeblich soll das Design von iOS 7 ebenso flach sein wie das Interface von Windwos Metro – ohne jedoch Microsofts Hang zu knalligen Farben und unterschiedlich großen Formen zu teilen.

Tim Cook gab sich jedenfalls optimistisch, dass iOS 7 bei der Apple-Gemeinde gut ankommen werde und auch Neukunden sich mit neuem Design und erweiterten Funktionen schnell anfreunden werden.

Im Kern wird iOS 7 jedoch das selbe Programm bleiben und Entwickler müssen keinen Quantensprung erwarten. Sämtliche Apps werden auch im neuen minimalistischen Umfeld von iOS 7 wie gewohnt funktionieren.

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