Android

Verlängerung der Batterielaufzeit von Android-Tablets

Jeder Android-Nutzer weiß, dass die Batterie-Laufzeit seines kommunikativen Begleiters manchmal sehr kurz ausfallen kann. Die meisten Geräte erleben den nächsten Morgen nicht, wenn ihnen ein Stromanschluss verwehrt bleibt.
Bei Smartphones ist das noch zu verstehen, das sie permanent synchronisieren und die Verfügbarkeit von irgendwelchen Datennetzen checken. Aber Tablets sollten schon ein paar Tage durchhalten, bevor sie wieder an den Stecker müssen. iPads zeigen, dass das möglich ist.
Diese Diskrepanz liegt an einigen “Phone Services”, die im Android-Betriebssystem aktiv sind. Auf einem Tablet haben sie nichts zu suchen, aber sie sind nun mal da und saugen unnötigerweise die Batterie aus.
Zum Glück lassen sich diese Dienste entfernen. Der Effekt ist eine enorm verbesserte Batterie-Laufzeit. Je nach Tablet mag der Zuwachs unterschiedlich ausfallen, aber es sollte sich in jedem Fall lohnen. Schließlich gibt es als angnehmen Nebeneffekt noch schnelleres Starten und Herunterfahren dazu.
Zwei Warnungen müssen noch abgegeben werden: 1. Die folgenden Schritte erfordern, dass das Tablet “ge-rootet” wird. Anleitungen dazu für sämtliche Modelle finden sich per Google oder auf YouTube. 2. Falls diese Anleitung hier irgendwelche Unklarheiten lässt, sollte von einer Umsetzung abgesehen werden. Die Manipulation von Android-System-Dateien kann das Betriebssystem komplett lahmlegen.

  1. Zunächst muss File Expert [https://market.android.com/details?id=xcxin.filexpert] auf dem Tablet installiert werden. Das gibt es kostenlos im Android Market.
  2. Starte File Expert. Stelle dabei sicher, dass Superuser-Zugriff erlaubt ist.
  3. Schalte den Root Explorer unter ‘Menu’, ‘Settings’, ‘File Explorer Settings’ ein.
  4. Öffne den Ordner ‘/data/data’ und suche nach ‘com.android.phone’.
  5. Halte ‘com.android.phone’ gedrückt und wähle im Kontext-Menü ‘File Operations’ und dann ‘Delete’.
  6. Gehe wieder zum root-Verzeichnis (/) und dann in ‘system/app’.
  7. Tappe auf den ‘Menu’-Button des Tablets, wähle ‘Mount’ und dann ‘Mount as Read Write’.
  8. Scrolle hinunter bis zur Datei ‘Phone.apk’, rufe wieder das Kontext-Menü und auch hier ‘File Operations’, ‘Delete’ auf.
  9. Schalte jetzt das Tablet komplett ab und starte es neu.

Das war’s schon! Sobald das Tablet wieder hochgefahren ist, sind die ‘Phone Services’ verschwunden und die Batterie-Laufzeit ist viel länger – inbesondere solange das Gerät nicht verwendet wird.

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Google und Samsung präsentieren Galaxy Nexus mit Ice Cream Sandwich

Die Smartphone-Entwickler von Google haben Samsungs Galaxy Nexus, das mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich läuft, präsentiert.
Nachdem Google und Samsung die Präsentation für das Galaxy Nexus, von dem im Vorfeld erwartet worden war, dass es Nexus Prime heißen wird, schon einmal verschoben hatten, enthüllte das Konsortium nun das Android-Gerät der Extraklasse, das einen ganzen Haufen neuer Features bietet.
Googles Veranstaltung drehte sich mehr um Android 4.0 als das dazu passende Mobiltelefon.. Schließlich gibt es eine Menge Android-Geräte, die mit Apples 4S mithalten können. Und Google hat es geschafft die entsprechende Software zu liefern. Das Unternehmen präsentierte Features wie Gesichtserkennung zum Entsperren des Smartphones, die Fähigkeit der Datenübermittlung durch Near-Field-Communication (NFC), besseres Multitasking und engere Integration mit Google+ und Hangout. Eins fehlte jedoch: Die Erwähnung eines verbesserten Spracherkennungssystems, das sich mit Siri messen könnte.
Samsungs Galaxy Nexus wird nicht das einzige Smartphone sein, das mit Android 4.0 läuft. Google teilt mit, dass das Nexus S auch ein Update bekommen wird. Ältere Geräte werden unter Umständen auf Drittanbieter von Android-Distributionen warten müssen, bis sie Android 4.0 ausprobieren können.
Da Google bestätigt hat, dass Ice Cream Sandwich sowohl auf Smartphones als auch Tablets laufen wird, war es keine Überraschung zu hören, dass das Unternehmen das Betriebssystem bezüglich High-Definition-Bildschirmen optimiert hat. „Wir haben eine neue Schriftart kreiert, die für HD-Displays optimiert ist und wir haben alle Hardware-Knöpfe zu Gunsten anpassbarer Software-Knöpfe abgeschafft. Weiterhin haben wir die Tastatur dramatisch verbessert.“ Außerdem soll der Web-Browser „eindeutig schneller“ sein.
Das Galaxy Nexus soll ab November praktisch überall verfügbar sein. Es blieb allerdings unbekannt zu welchem Preis das Gerät zu haben sei. Das Galaxy Nexus könnte das letzte Android-Gerät sein, an dem Samsung und Google zusammen arbeiten, falls der Kauf von Motorola wie geplant über die Bühne geht.
Mit obigen Features ist das neue Android 4.0 Ice Cream Sandwich trotz des bescheuerten Namens eindeutig fähige Konkurrenz zu Apples neustem Betriebssystem iOS 5. Android liefert sogar um einiges mehr Features. Einzig Siri auf dem iPhone 4S lässt Apple im Moment noch besser aussehen – vorausgesetzt es bewährt sich in der Praxis.

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Android-Performance-Tools: Android Assistant

Wir haben kürzlich eine Serie zu Android-Performance-Tools gestartet. Heute ist das nächste Werkzeug dran, das sich zur Leistungsverbesserung von Android-Geräten verwenden lässt.

Android Assistant

Android Assistant ist eine kostenlose App, die eine Vielzahl an Funktionen und Werkzeugen anbietet, um dabei behilflich zu sein das Verhalten eines Android-Geräts nachzuvollziehen, es von ungewollten Datenansammlungen frei zu halten und verschiedene Funktionen zu kontrollieren. Die App hat drei Ansichten. Die erste ist der “Monitor”, der den Status des Prozessors, des Hauptspeichers und der Batterie anzeigt. Außerdem wird ein “Quick Boost”-Knopf geboten, der vorher ausgewählte Apps und Prozesse automatisch stoppt, um System-Resourcen freizugeben.
Die zweite Ansicht ist der “Prozess Manager”. Hier werden aktive Apps und Prozesse angezeigt, die manuell gestoppt werden können.
Die übrigen Werkzeuge sind unter der “Tools”-Ansicht zu finden. Der “Cache Cleaner” zeigt die Größe der temporären Dateien an, die von jeder App verwendet werden, und erlaubt diese zu löschen um Speicherplatz freizugeben. “Batch Uninstall” listet alle installierten Apps auf und ermöglicht solche auszuwählen, die entfernt werden sollen. Danach werden alle ausgewählten Apps automatisch nacheinander deinstalliert, wobei allerdings jede einzelne separat bestätigt werden muss. Wer hier einen effizienteren Prozess sucht, sollte sich Apps wie Gemini App Manager oder Silent App Uninstaller anschauen, die die Konfiguration der Root Permissions berücksichtigen, sodass man nicht jede Deinstallation einzeln bestätigen muss.
Der “Startup Manager” erlaubt es ausgewählte User und System-Apps daran zu hindern automatisch mit dem Anschalten des Android-Geräts zu laden. Die Funktion “App 2 SD” schlägt eine Liste von Apps vor, die vom Speicher des Smarthphones auf die SD-Karte verschoben werden können, um internen Speicher freizugeben.
Android Assistant ist intuitiv gestaltet und dadurch einfach zu nutzen. Obwohl es eine Menge Werkzeuge liefert, sind nicht alle so mächtig wie manch andere App von Drittanbietern, die man separat installierten könnte. Das nützlichste Tool scheint der Startup Manager zu sein, da man ungeliebte Apps daran hindern kann zu starten, anstatt sie nachträglich zu stoppen.

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Android-Performance-Tools: 1Tap Cleaner

Das mobile Betriebssystem Android für Smartphones und Tablets bietet eine große Vielzahl an Apps und kann im beruflichen und privaten Umfeld sehr nützlich sein. Aber nachdem man einige Apps hinzugefügt hat und sie eine Weile verwendet hat, kann Android auch langsamer oder weniger stabil laufen und eventuell verkürzt sich die Batterielaufzeit.
So wie größere Computersysteme, müssen auch Android-basierte Geräte gewartet werden. Die Probleme können damit beginnen, dass der interne Speicher komplett belegt ist oder, dass zu viele Apps und Hintergrundprozesse gleichzeitig laufen.
Wir zeigen hier die erste einer Reihe von Apps, die die Leistung eines Android-Geräts verbessern können.

1Tap Cleaner

1Tap Cleaner bietet einen Cache Cleaner, den History Cleaner und den Default Cleaner. Der Cache Cleaner leert Speicherplatz, indem temporäre Dateien gelöscht werden, die Apps hinterlassen haben. Man kann den Cache auch für ausgewählte Apps manuell leeren oder alle Apps auf einmal hinauswerfen. Der Cache Cleaner führt Apps auch in einer Liste auf, die nach der Größe im Cache sortiert ist, damit man die größten schnell identifizieren kann. Außerdem wird der komplette und der verfügbare interne Speicherplatz angezeigt, damit man sehen kann wieviel Platz man freischaufeln muss.
1Tap Cleaner unterstützt auch die automatische terminiert Säuberung des Caches. Die kostenlose Version der App ermöglicht die Wahl eines Intervalls von 3 oder 7 Tagen. Die kostenpflichtige Profi-Version bietet mehr Einstellungsmöglichkeiten bezüglich der Intervalle. Man kann Abständen wählen, die zwischen stündlichen und 14-tägigen liegen.
Den History Cleaner kann man dazu nutzen die Such-Historie des Web-Browsers und anderer Apps zu löschen. Dabei geht es mehr darum die Privatsphäre zu wahren, ist somit also nützlich, wenn man nicht möchte, dass andere sehen auf welche Seiten man gesurft ist oder was man sonst so nachgeschaut hat.
Der Default Cleaner listet Standard-Einstellungen auf, die man festgelegt hat. Das kann zum Beispiel die Nutzung eines Web-Browsers eines Drittanbieters neben dem werkseitig bei Android mitgelieferten sein. Der Default Cleaner ist nützlich, sobald man zur Werkseinstellung zurückkehren will.

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Das Motorola Droic Bionic 4G mit LTE-Unterstützung

Ich betone vorweg, dass das Motorola Droid Bionic 4G, in genau derselben Form, wie es in den USA zu haben ist, in Europa nie erscheinen wird, da es den GSM-Standard nicht unterstützt. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass Motorola schon im Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona eine auf die europäische Technologie angepasste Version präsentieren wird.
Das Motorola Droid Bionic, wie es auf der CES Anfang dieses Jahres angekündigt wurde, wurde kürzlich von Motorola in den amerikanischen Mobilfunkmarkt eingeführt. Es ist für Preise zwischen 179 und 300 US-Dollar zu erstehen und bietet dafür einen Doppelkern-Prozessor und den neuen Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE).
Bezüglich der Hardware wird das Gerät Nutzern des Droid X und des Droic X2 sehr bekannt vorkommen, da das Bionic im Layout sehr ähnlich gestaltet ist. An der linken unteren Kante bietet es einen micro-HDMI und einen micro-USB-Anschluss, der den meisten Anschlussbedarf, den man für ein Smartphone haben könnte, abdeckt. An der oberen rechten Ecke findet sich ein Lautstärkeregler und der Knopf zum An- und Ausschalten des Gerätes sowie die Buchse für die Kopfhörer liegen an der Oberseite. Auf der Rückseite findet sich eine 8-Megapixel-Kamera, die 1080p-Video aufnimmt. Im Gegensatz zu den Vorgängern der Droid-Reihe, gibt es keine physichen Knöpfe mehr unterhalb des Bildschirms. Die Dicke des Gerätes hat sich auf 13,3 mm erhöht. Die Art und Größe des Bildschirms, der ausreichend Kontrast und Helligkeit bietet, sind gleich geblieben.
Angetrieben wird das Droid Bionic 4G, wie gesagt, von einem Doppelkern-Prozessor mit einem GHz, der mehr als genug Wumms hat, um Apps sowie Webseiten schnell und effizient zu laden und abzuspielen.
In dem Smartphone steckt ein riesiger Akku mit einer Ladeleistung von 1.700 mAh. Dies scheint sich allerdings nicht in längeren Batterielaufzeiten auszuwirken. Ersten Berichten entsprechend, hält eine Ladung bei moderater Nutzung gut einen Tag. Verbindet man sich aber viel mit WLANs oder nutzt andere Funktionen überproportional, kann es passieren, dass man schon nach einigen Stunden wieder zurück an die Steckdose muss.
Das Bionic läuft mit einem leicht modifizierten Android 2.3.4 Gingerbread und einige Applikationen werden vorinstalliert gleich mitgeliefert.
Die Mischung aus Gingerbread und der Unterstützung des neuen Mobilfunkstandards LTE macht das Motorola Droic Bionic 4G sicher zu einem Gerät, das es lohnt näher unter die Lupe zu nehmen.

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