FairSearch und ICOMP lehnen Google Vorschläge ab

Datum: Autor: Beni Kategorie: AndroidTAGS:  , ,

Letzte Woche noch sorgte FairSearch.org für Schlagzeilen. Der Zusammenschluss namhafter Unternehmen, die im Internet und Mobile Internet Segment beheimatet sind, haben bei den Kartellwächtern der Europäischen Union Beschwerde gegen Googles Smartphone OS Android eingelegt. Dem voraus gehen langwierige Ermittlungen in Bezug auf die Darstellung von Suchergebnisseiten in der Suchmaschine von Google. Hierzu hat Google der zuständigen EU-Kommission nun eigene Vorschläge unterbreitet, die aber bereits von einigen der Beschwerdeführer, darunter dem Sprecher von FairSearch, Thomas Vinje, sowie einem ICOMP Anwalt abgelehnt wurden.

Google hat erste Vorschläge für Veränderungen an die EU-Kommission übermittelt

Laut der Financial Times hat Google am Wochenende Vorschläge an die EU unterbreitet, wonach Links zu konkurrierenden Suchmaschinen wie der von Microsoft (Bing) prominent und klar unterschieden von den eigenen Produkten von Google in die Suchmaschinenoberfläche integriert werden sollten. Neben FairSearch hat sich nun auch ICOMP (Initiative for a Competitive Online Marketplace) zu Wort gemeldet und lehnt den Vorstoss von Google kategorisch ab. Man wolle keinen Vertrag, bei denen Google die Bedingungen mit aushandeln kann. Vielmehr ist den Unternehmen daran gelegen, dass die Europäische Union zu einer Entscheidung gelangt, die gegebenenfalls auch gerichtlich bestätigt werden kann. Federführend ist bei ICOMP als auch bei FairSearch der Software-Riese Microsoft.
Google Logo

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ICOMP und FairSearch lehnen die Vorschläge grundsätzlich ab

Allerdings scheint es wohl, dass beide Interessensverbände etwas über das Ziel hinauszuschießen scheinen. FairSearch als auch ICOMP vertreten nämlich die Ansicht, dass Änderungen nicht nur innerhalb der EU zum Tragen kommen sollten, sondern weltweit. Im Fokus der Untersuchungen durch die EU-Kommission stehen insbesondere vier Punkte. Die Kommission vermutet beispielsweise, dass Google Nutzerbewertungen von Konkurrenzprodukten hinzuzieht, um sie in eigenen Suchergebnisprodukten vorteilhaft zu integrieren. Außerdem erscheint es den Kartellwächtern auffällig, dass die Darstellung Googles eigener spezialisierter Suchdienste zu Reisen oder Restaurants tatsächlich deutlich anders dargestellt sind als Produkte der Konkurrenz. Jedoch in einem Zusammenhang, der die eigenen Produkte deutlich bevorzuge.

Ein durch die Kommission in Auftrag gegebener Test soll für Klarheit sorgen

Der dritte Punkt, den die Kommission mit Sorge sieht, ist die Google Werbeplattform AdWords. Die EU-Kommission hegt die Befürchtung, dass Google hier jede Konkurrenz systematisch ausschließen könnte. Ebenso ist die begrifferweiterte Suche ein Kritikpunkt. Da ja kein Zugriff auf die Funktionsweise bestehe, könne es durchaus sein, dass auch hier relevante Wörter, die mit der Konkurrenz assoziiert werden könnten, gefiltert werden. Laut dem Nachrichtensender Bloomberg wolle die EU-Kommission nun einen entsprechenden Test auf den Weg bringen, der exakt diese Kritikpunkte genauer untersucht. Auf die eben erhobenen Vorwürfe der Konkurrenz in Bezug auf das Smartphone und Tablet-PC Betriebssystem Android hat Google allerdings noch nicht reagiert bisher.

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