Zwei Kerne, aber kein bisschen langsam – So sieht der A8 Chip aus

Datum: Autor: Sebastian Kategorie: AllgemeinTAGS:  , , , ,

Wenn im September das neue iPhone 6 (beziehungsweise die neuen iPhone 6-Modelle) erscheint, dann wird es aller Voraussicht nach wieder einmal etwas spektakulärere Änderungen geben. Vor allem im Formfaktor und der Größe soll sich etwas tun, doch angetrieben wird das iPhone 6 von einer etwas dezenteren Änderung: Dem A8 Chip. Dass Apples neue CPU sich aber keinesfalls hinter der Konkurrenz verstecken muss, beweist Apples Händchen bei der Auswahl des Prozessors.

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Immer noch kein Vierkern – trotzdem dürfte der A8 ordentlich Power haben

Während Samsung bei den Prozessoren in den Galaxy und Note Modellen auf immer mehr Kerne und höhere Taktraten setzt, hat Apple sich mit den Änderungen in der Vergangenheit eher zurückgehalten. Schon der A7 Chip, der im aktuellen iPhone 5s verbaut ist, wurde aufgrund seiner lediglich zwei Kerne von der Konkurrenz verlacht. Dabei schneidet das iPhone in Benchmark Tests deutlich besser als die damals auf dem Markt erhältliche Android-Konkurrenz ab. Sony, HTC und auch Samsung wurden auf die Plätze verwiesen, denn was Apple an blanken Zahlen fehlte, machte der A7 an Soft Skills wieder wett. Eine 64-bit Systemarchitektur (die mit der des Mac vergleichbar ist) und eine Fertigungsweise auf 28 Nanometer machten bereits den A7 konkurrenzfähig.

Im A8 soll der Fertigungsprozess noch einmal auf 20 Nanometer verkleinert werden, außerdem schraubt Apple deutlich an der Taktrate. Diese wird nämlich gerüchteweise von 1,3 GHz auf über 2 GHz und damit einen Geschwindigkeitsschub um über 50 Prozent ermöglichen. Ein ebenfalls wieder verbauter Co-Prozessor nimmt der CPU Arbeit und Rechenleistung (und damit auch Stromverbrauch ab) und sorgt so für sparsames Arbeiten. Das wird dann Hand in Hand mit einer erweiterten Akkuleistung gehen.

In der Fertigung verlässt Apple sich vor allem auf zwei große Partner: Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSCM) und Konkurrent Samsung, ohne den Apple derzeit noch nicht die benötigten Stückzahlen an Chips herstellen könnte.

In den neuen iPad-Modellen wird wohl wieder eine modifizierte Fassung des A8, der A8X-Chip, zum Einsatz kommen. In den beiden iPhone Modellen, mit denen im September gerechnet wird, 4,7 und 5,5 Zoll, wird aber ziemlich sicher die selbe CPU zum Einsatz kommen.

Am A8-Chip liegt es nicht: Großes iPhone eventuell mit Verspätung

Dass Apple womöglich dennoch nicht schnell genug iPhones in ausreichender Stückzahl liefern kann, liegt aber nicht an den verfügbaren Prozessoren, sondern an der Abdeckung aus Saphirglas und dem größeren Metallgehäuse. Dem Analysten Ming-Chi Kuo zufolge wird die Phablet-Variante des iPhone 6 noch auf sich warten lassen. Während das kleine iPhone bereits im September auf den Markt kommt und im Herbst ebenfalls die iWatch erscheinen soll, ist mit einem 5,5-Zoll iPhone erst Ende 2014, womöglich sogar erst Anfang 2015, zu rechnen.

Apple käme laut Kuo mit der Fertigung der Vielzahl neuer Produkte nicht mehr hinterher. Sicherlich wird Apple aber alles daran setzen, auch das große iPhone noch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt zu bringen. Schließlich sind der größere Bildschirm und die schnellere CPU entscheidende Features um bestehende iPhone-User zum Umstieg zu bewegen oder sich vielleicht sogar wieder Marktanteile von der Android-Konkurrenz zurückzuholen. Denn im Gegensatz zu mehr Kernen lassen sich die größeren Bildschirmdiagonalen durch höhere Taktraten und bessere Systemarchitektur nicht wegrationalisieren.

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