Projekt Loon – Google Ballons bringen der ganzen Welt Internet

Datum: Autor: Gesa Kategorie: Allgemein, InternetTAGS:  ,

Der Name des Google Projektes “Loon” leitet sich von den englischen Wörtern “ballon” (Ballon) und “lunatic” (verrückt) ab. Eine der wohl verrücktesten Ideen ging nun in die erste Testphase. Google möchte mit einem Ballon-Netzwekt die entlegensten Regionen der Welt mit dem Internet verbinden. Dafür sollen mehr als 1000 von ihnen in der Stratosphäre ihre Runden ziehen.Google Loon Grafik

So wird die Verbindung zwischen Bodenstationen, Empfängern und den Ballons hergestellt. Quelle: Screenshot aus dem Loon Video von Google

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Erster Test auf Neuseeland

Auf der Südinsel Neuseeland startete jetzt das Pilotprojekt mit 30 Ballons, die in 20 Kilometer Höhe durch die Luft fliegen. Der Projektleiter Cassidy: “Wir hatten daran geglaubt, dass es funktionieren kann. Nun wissen wir es”. Um den Zugang testen zu können, bekamen 50 Bewohner der Gegend die fußballgroßen Antennen. Per Funk werden die Internet-Daten über Bodenstationen von und zu den Ballons geleitet. Die Ballons kommunizieren miteinander und bilden in der Luft ein drahtloses Netzwerk. Entwickelt wurde das Projekt von der Einheit “Google X” die sich mit der Aufgabe beschäftigt “die wirklich großen Probleme der Welt zu lösen”. Dazu entwickeln sie neue Technologien wie auch schon die Datenbrille Google Glass und den Prototypen eines selbstfahrenden Google-Autos.

Flächendeckendes Netzwerk aus 1000 Ballons

“Wir halten einen Ring von tausend Ballons und mehr für möglich, die, von stratosphärischen Winden vorwärts getrieben, den Erdball umrunden und den Menschen auf der Erde eine Verbindung zum Internet ermöglichen“ , so Cassidy in einem Telefoninterview, “Wir befinden uns aber noch in einer sehr frühen Phase”. Der Ingenieur Charles Nimmo war der Erste der sich über die Testballons mit dem Internet verbinden konnte. Nach 15 Minuten brach diese Verbindung allerdings ab, da sich die Ballons außer Rechweite befanden.

Luftverbindung löst landschaftliche Probleme

Das Leben der Menschen wurde durch das Internet grundlegend verändert. Doch ist heute für zwei Drittel der Menschheit ein schneller und günstiger Internetanschluss nicht verfügbar. Landschaftliche Gegebenheiten in vielen Regionen, wie Dschungel, Gebierge oder Inseln stehen der Verbindung im Weg. So kommt es, dass in den meisten Ländern der Zugang zum Internet mehr als ein Monatslohn kostet. Dieses Problem könnte mit dem Projekt Loon gelöst werden. „Nun benötigen wir vor allem Partner am Boden, um die Vision einer besseren Internet-Versorgung in dieses Regionen möglich zu machen“, sagte Cassidy.

Solarzellen als Stromquelle

Nach den Erkenntnissen der ersten Testphase in Neuseeland soll die Technologie der Ballons verfeinert werden. Derzeit entspricht die Bandbreite der übertragenen Verbindung einer UMTS-Mobilfunkverbindung. Der Ballon ist mit Solarzellen ausgestatt, die an dem Ballon befestigte elektrischen Geräte mit ausreichend Strom. versorgen. Zudem kann Google sie so zu Wartungszwecken wieder auf den Erdboden zurücksteuern. Da sie in der Stratosphäre doppelt so hoch wie Langstreckenflugzeuge fliegen, beeinträchtigen sie den zivielen Flugverkehr dabei nicht.

Wohltäter oder Marktbereiter

Es handelt sich bei diesem Projekt um eine brilliante Idee, die vielen Menschen auf der Welt helfen wird, doch sichert sich Google damit auch den neugeschaffenen Markt und handelt keinesfalls uneigennützig. Ob Google mit seinen Internet-Ballons wirklich das Verbindungsproblem von Millarden von Menschen lösen kann wird sich in der Zukunft herausstellen. Wir werden das Thema natürlich im Auge behalten und sind unglaublich gespannt wie es sich weiter entwickeln wird.

 

 

Kommentare (1)

  • Irgendwie eine verrückte Idee – hat aber wahrscheinlich deswegen durchaus Chancen irgendwann mal realisiert zu werden.
    Der Eintrag hier ist ja schon älter – hab aber vor kurzem mal wieder im TV was drüber gesehen.

    Antworten

    bernd

    |

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