RIM tritt mit dem Playbook gegen das iPad an

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Aktuelle Themen, Tablets, Wireless

Der kanadische Blackberry-Hersteller RIM plant im 1. Quartal 2011 in den USA ein eigenes Tablet namens Playbook herauszubringen. Dies wurde auf der Developer-Konferenz Blackberry Devcon bekannt.
Der größte Unterschied zum iPad liegt darin, dass das Playbook nur bedingt autonom funktioniert und hauptsächlich zur Verwendung mit einem Blackberry konzipiert ist. Der Internet-Zugang kann ohne Hilfe eines Blackberry nur über WLAN erfolgen. Sonst verbindet sich das Playbook mit Hilfe eines über Bluetooth angeschlossenen Blackberry. Und die Vernetzung beider Geräte geht noch tiefer: Das Tablet zeigt Inhalte des Smartphone, wie beispielsweise Emails, auf dem eigenen Display an, ohne diese lokal zu speichern. Dadurch bleibt RIM seiner Sicherheitsmaxime treu, die Anmeldung nur eines einzigen Gerätes pro Blackberry-Account zuzulassen.
Auch eine wertvolle Kooperation kann RIM schon verkünden. Amazon will eine Kindle-App für das Playbook entwickeln. Damit bekommen Playbook-Nutzer Zugang zum reichhaltigen digitalen Book Store von Amazon.
Das Datenblatt des Playbook lässt RIM etwas großzügiger erscheinen als Apple. Während das Display mit 7 Zoll und einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln leicht hinter den 9,7 Zoll des iPad zurückbleibt, hat RIM bezüglich des Hauptspeichers die Spendierhosen an. Während Apple-User mit 256 MB zurechtkommen müssen, wird dem Playbook-Nutzer ein ganzes Gigabyte zur Verfügung gestellt. Dieser Umstand in Kombination mit den externen Schnittstellen microUSB und microHDMI lassen erkennen, dass sich das Playbook als vollwertiges Gerät zur Multimediawiedergabe positioniert. FullHD-Videomaterial soll genauso auf externe Bildschirme gebracht weden, wie das beliebte DivX-Format.
Bezüglich der Prozessordaten und des integrierten Massenspeichers hält sich RIM noch bedeckt. Bekannt ist lediglich, dass im Innern zwei Rechnerkerne mit einem Gigahertz laufen. Außerdem wurden Prototypen mit 16 beziehungsweise 32 GB gesichtet.
Ein weiterer Unterschied zwischen Apple und RIM liegt in der Unterstützung aktueller Internet-Technologien. Während Apple hier Quasi-Standards, wie Flash verschmäht, präsentiert RIM sich ohne politische Scheuklappen auf dem Stand der Technik.
Eine Gruppe von Nischenanwendern, die allerdings rasant wächst, wird sich über einen weiteren Ausstattungsunterschied zwischen iPad und Playbook ganz besonders freuen. RIM hat seinem Tablet zwei hochauflösende Kameras spendiert. Das gänzliche Fehlen von Kameras hatte die Gemeinde der Anwender von Augmented Reality Anwendungen beim Release des iPad maßlos enttäuscht.
Wem jetzt schon der Mund wässrig geworden ist und der jetzt nur noch den Preis erfahren will, um direkt vorzubestellen, muss sich noch ein Weilchen gedulden. RIM hat noch keinen Preisrahmen genannt. Zudem wird der Verkauf des Playbook außerhalb der USA frühestens im 2. Quartal 2011 starten.

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