Google bezahlt Surfer für die totale Überwachung

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Aktuelle Themen, Google, Internet

Google sucht Freiwillige, die dafür bezahlt werden, dass sie im Internet surfen. Der Haken? Google trackt dann alle Seiten, die man besucht.
Der Internet-Riese hat klammheimlich ein neues Programm gestartet, das sich Screenwise nennt und Nutzern bis zu 25 US-Dollar in Form von Geschenk-Coupons anbietet, wenn sie die Webseiten, die sie besuchen, und die Art und Weise ihrer Nutzung mit Google teilen. Google will sich einen Pool von Teilnehmern aufbauen, um “mehr darüber zu lernen wie Otto Normalverbraucher das Internet nutzt,” schreibt das Unternehmen auf der Registrierungsseite.
Die Teilnehmer installieren eine Browser-Erweiterung, die alle Surf-Aktivitäten an Google schickt. Im Tausch gegen das Offenlegen dieser Informationen bekommen Teilnehmer einen Amazon-Gutschein im Wert von 5 US-Dollar zur Registrierung, dann alle drei Monate einen weiteren Gutschein bis sie das Maximum von 25 US-Dollar erreicht haben.
“Was wir von Ihnen und anderen wie Ihnen lernen, hilft uns Google-Produkte und -Dienstleistungen zu verbessern und für jeden ein noch besseres Surf-Erlebnis zu erreichen,” schreibt das Unternehmen.
In einer Mitteilung vom Mittwoch schrieb eine Google-Sprecherin am Mittwoch, dass das Programm zu nichts verpflichtet. Teilnehmer können so lange mitmachen wie sie wollen und jederzeit aufhören.
“Wie viele andere Internet- und Medien-Unternehmen, arbeiten wir mit Testgruppen zusammen, um unseren Nutzern bessere dienste bereitstellen zu können, indem wir mehr über die Mediennutzung der Leute lernen – im Internet genauso wie anderswo,” schrieb die Sprecherin. “Die aktuelle Testgruppe ist ein solches kleines Projekt, das Anfang des Jahres gestartet ist [...]. Jeder, der teilinimmt hat komplette Einsicht und Kontrolle darüber welche Internet-Nutzung mit einbezogen ist.”
Interessenten können ihre Email-Adresse auf Googles Registrierungsseite eingeben. Um zugelassen zu werden, müssen Nutzer mindestens 13 Jahre alt sein, einen Google-Account haben und den Google Chrome Web Browser nutzen.
Das neue Programm kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem Google sich zunehmender Kritik bezüglich der bevorstehenden Änderungen seiner Datenschutz-Richtlinien stellen muss. Am 1. März plant der Internet-Riese eine neue, vereinheitlichte Datenschutz-Richtlinie umzusetzen, die ungefähr 70 Bestimmungen zu den verschiedensten Produkten auf eine einzige reduziert.

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