Die Wii hilft bei der Rehabilitation schwerer motorischer Störungen

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Aktuelle Themen, Games, Lebensart, Nintendo Wii

Als Peter Miller, 76, letzte Woche zum Banner Rehabilitation Center kam, konnte er nicht laufen. Er konnte sogar nicht einmal lange gerade sitzen. Er hatte taube Knie, sodaß er seine Beine nicht kontrollieren konnte.
Bei Miller war das Guillain-Barré-Syndrom diagnostiziert worden. Diese Krankheit greift das Immunsystem des Körpers an.
Als Teil seiner Rehabilitation setzte seine Therapeutin Rachel Schider die Nintendo Wii und das Videospiel Wii Fit ein. Miller wurde in ein Gerät geschnallt, das sein Gewicht zum Teil trägt, den sogenannten LiteGait. Dadurch wurde ihm ermöglicht sich auf einem Laufband zu halten. Dabei betrachtete er einen Bildschirm vor sich und spielte das Jogging-Programm der Wii Fit. Die Wii Remote war an Millers Hüfte befestigt, um seine Geschwindigkeit zu messen, die an seinen Avatar im Spiel übertragen wurde. Während er in der Realität also auf ein Laufband geschnallt ist, läuft er im Spiel an einem sonnigen Tag durch den Park.
Die Therapeuten sagen, dass die Wii von der eigentlichen Übung ablenke und die Patienten dadurch mehr Spaß hätten. Am wichtigsten sei aber das direkte visuelle Feedback.
Der Patient selbst beschreibt seine Behandlung so, dass er wohl eine Menge gelaufen sei, versucht hätte die Übungen so gut wie möglich zu meistern und versuche die Muskeln und Nerven dazu zu bringen zu kooperieren. Die Wii sei eine völlig neue Erfahrung für ihn gewesen, die zu helfen scheine.
Die Wii ist schon seit ihrer Einführung 2006 ein hilfreiches Therapie-Werkzeug und hat schon vielen Patienten geholfen.
Das Banner’s Rehabilitationszentrum nutzt das Wii Balance Board, um Gleichgewichtsstörungen zu behandeln und sogar Bowling, Tennis und Golf aus Wii Sports helfen bei der Wiederherstellung der Koordination zwischen Hand und Auge. Die Wii hilft dabei Spaß in die oft harte Arbeit der Rehabilitation zu bringen.
Oft wissen die Patienten gar nicht woran die Therapeuten gerade arbeiten. Sie versuchen vielleicht gerade Kraft oder Gleichgewicht zu verbessern, während der Patient einfach nur ein Spiel spielt.
Miller wird schon in ein paar Tagen nachhause gehen. Er kann es kaum noch erwarten. “Ich werde in viel besserer Verfassung sein, als zum Zeitpunkt meiner Einweisung,” sagt er. “Und ich sehe so etwas wie ein normales Leben vor mir.”

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