Deutsche Regierung setzt illegal Trojaner ein

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Aktuelle Themen, Netzwerk

Über das Wochenende ist der Verdacht aufgekommen, dass die Bundesregierung den sogenannten “Bundestrojaner” entgegen bisheriger anders lautender Beteuerungen doch nutzt, um heimlich Informationen aus privaten Computern zu ziehen. Viele offizielle Stellen beeilten sich daraufhin die Verwendung des Programms zu verurteilen.
Die Anschuldigungen, die der Chaos Computer Club erhebt, hat viele Offizielle dazu veranlasst herauszufinden wer die Software, die nicht nur versendete Daten sammelt, sondern auch eine Hintertür im System öffnet, um Fahndern die Möglichkeit zu geben weitere Spyware zu installieren, wohl authorisiert habe.
Die Angelegenheit konnte auf einer regelmäßig stattfindenden Pressekonferenz der Bundesregierung am Montag nicht zufriedenstellend geklärt werden, als ein Sprecher des Innenministeriums sagte, dass die Software drei Jahre alt sei und nie auf Bundesebene zum Einsatz gekommen sei.
Dabei ist zu bedenken, dass gewisse Teile der Bundesregierung wie zum Beispiel der Zoll nicht dem Innenmisterium unterstellt sind. Außerdem werden die Landesregierungen verdächtigt, die die Hoheit über die eigene Polizei haben.
So ist Bayern in den Fokus gerückt, nachdem ein Münchner Anwalt mitteilte, dass einem seiner Mandanten die fragwürdige Software während einer Prüfung seines Rechners durch den Zoll installiert worden sei.
Die Software war so verändert worden, dass sie die Aufnahme von Screenshots auf dem Computer ermöglichte, teilte der Anwalt Patrick Schladt in einer Blog-Nachricht mit.
Der Chaos Computer Club hat die Software auf mehreren weiteren Rechnern überall in Deutschland in aktiviertem Zustand gefunden.
Der Sprecher der Bundesregierung Steffen Seibert sagte, dass jedwede Verwendung der Technologie eindeutig illegal sei und untersucht werde.
Viele Politiker der Opposition, aber auch aus den eigenen Reihen der Regierung, prangerten diese Verletzung des Datenschutz und den Missbrauch von Fahndungswerkzeugen an.
Inzwischen ist klar, dass der Bundestrojaner in Hessen entwickelt wurde. Das hessische Unternehmen DigiTask hat sich über seinen Anwalt als Urheber zu erkennen gegeben.
Weiterhin musste der bayerische Innenminister Joachim Herrmann von der CSU zugeben, dass die illegale Software in seinem Bundesland eingesetzt wurde.
Währenddesen kann, solange der eigene Rechner mit den üblichen Virenschutzprogrammen ausgerüstet ist, für die Bürger Entwarnung gegeben werden. Der Code des Regierungstrojaners ist nicht besonders raffiniert getarnt und wird vom Routinecheck einer handelsüblichen Anti-Virensoftware problemlos erkannt.

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