Black Hat: Die fliegende Hacking-Drohne für Jedermann

Datum: Autor: Pacco Kategorie: Aktuelle Themen, GPS, Netzwerk, WLan

Zwei Forscher für Sicherheitstechnik haben eine ausrangierte Drohne der U.S. Army in eine fliegende Hacking-Station umgebaut, die WiFi-Netzwerke infiltriert, Anrufe über Mobiltelefone abfängt und sogar Denial-Of-Service-Angriffe fährt. So wird von der Sicherheitskonferenz Black Hat in Las Vegas berichtet.
Mike Tassey und Richard Perkins, Sicherheits-Berater von Unternehmen der Wall Street und der U.S. Geheimdienste, bauten ihre Wireless Aerial Surveillance Platform (WASP) “als eine Fallstudie, die aufzeigt, was Kriminelle, Terroristen und andere bald für ihre schädlichen Zwecke nutzen könnten”, so berichtet Wired.
Aufbauend auf einem Konzept, das ursprünglich auf der Hacker-Konferenz DefCon letztes Jahr von Chris Paget präsentiert worden war, beinhaltet die Sammlung an Hacking-Werkzeugen der WASP einen IMSI-Catcher samt Antenne, der sich als ein Mobilfunkmast ausgeben kann. Man muss nur den Schalter umlegen und schon werden Mobiltelefone in der Umgebung dazu verleitet ihre Anrufe über die WASP, anstatt über eine legale, kommerzielle Basisstation zu führen.
Der Trick der WASP sich als normaler Mobilfunkmast auszugeben, kann sogar dazu verwendet werden, um verschlüsselte Telefonate abzufangen. Mobiltelefone werden dazu gebracht die Verschlüsselung abzuschalten und die Telefonate werden dann entweder umgeleitet oder mithilfe von VoIP mitgeschnitten bevor sie zum eigentlichen Adressaten weitergeleitet werden.
Weiterhin kann die Drohne Störsignale verwenden, um DOS-Angriffe auf öffentlich zugängliche Server abzufeuern, sie kann drahtlose Netzwerke in ihrer Umgebung ausspionieren und sie trägt “eine Enzyklopädie von 340 Millionen Wörtern zum knacken von Netzwerkpasswörtern” mit sich.
Tassey und Perkins sagten die Entwicklungskosten der WASP beliefen sich auf 6.000 US-Dollar, die sie in eine ausrangierte FMQ-117B-Drohne der U.S.-Army steckten, die so leise ist, dass sie auch innerhalb der legalen Flughöhe von 120 Metern ungehört verkehren kann.
Allerdings muss die ferngesteuerte Drohne Sichtkontakt halten, damit Start und Landung manuell durchgeführt werden können. Während des Fluges kann die Drohne auf Autopilot gestellt werden, um einen Kurs abzufliegen, der über GPS-Koordinaten und Google maps vorkonfiguriert wurde.
Die Forscher sagten, dass böswillige Hacker sich leicht eine eigene fliegende Hacking-Plattform bauen könnten, dass die WASP aber auch für humanitäre Zwecke wie ein Notfall-Mobilfunknetz in Katastrophengebieten genutzt werden könne.

Kommentar schreiben

Banner buchen

Wenn du einen Bannerplatz auf unserer Website buchen, einen Linktausch vorschlagen, oder Artikel schreiben möchtest, klicke hier.